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Die Eingewöhnung bei Kita Luna

Liebe Familien, 

die Eingewöhnung ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit und dient der Entwicklung einer Beziehung zwischen Ihrem Kind und unseren Pädagog*innen. Eine emotional sichere Beziehung zu den Pädagog*innen ist die wichtigste Voraussetzung für das weitere Lernen und die Bildung Ihres Kindes – „Ohne Bindung keine Bildung“. Für die Eingewöhnung nehmen wir uns daher so viel Zeit, wie Ihr Kind benötigt und orientieren uns immer in erster Linie an seinen und Ihren Bedürfnissen, damit der Prozess für alle Beteiligten als eine positive Erfahrung erlebt wird.

Die Eingewöhnung in unseren Kitas kombiniert sich aus dem „Münchener“ und dem Berliner“-Eingewöhnungsmodell. Um sie individuell gestalten und planen zu können, findet im Vorfeld ein Gespräch während der Aufnahme statt. Dieses dient dem Kennenlernen und dem Informationsaustausch zwischen Ihnen als Familie und unseren Kitas. Hierbei steht Ihr Kind und seine Gewohnheiten im Vordergrund. Außerdem werden Fragen geklärt, welche Sie als Familie noch interessieren.

Die Eingewöhnung

Für Ihr Kind beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt, der mit dem Übergang in eine für ihn noch unbekannte Umgebung verbunden ist. Dieser Übergang aus der Familie in die Kita bedeutet eine große Herausforderung für seine Fähigkeit, sich an eine neue Umgebung anzupassen und Beziehungen zu fremden Personen aufzubauen. Unser Leben ist von vielen solchen Übergangsphasen geprägt: der Eintritt in die Kita, danach in die Schule, die erste Anstellung usw. Diese Phasen sind meistens mit starken und oft auch zwiespältigen Gefühlen verbunden: wir freuen uns auf das Neue, aber gleichzeitig machen wir uns Sorgen, wie wir die Veränderung bewältigen. Dieses Empfinden haben nicht nur wir Erwachsene, sondern auch die Kinder. Sie müssen sich an die neuen, noch unbekannten Räume, neue Situationen, neue Erwachsene und Kinder, neue Regeln, einen veränderten Tagesablauf und an die tägliche mehrstündige Trennung von ihrer Familie gewöhnen. Dabei ist es wichtig, den Kindern genügend Zeit zu geben, um seine eigene Bewältigungsstrategie zu entwickeln.

Ihr Kind verbringt ab jetzt einen Teil des Tages bei uns ohne Sie. Sie können in diesem Moment nicht sehen und erleben, was es gerade macht und womit es sich beschäftigt. An diese neue Situation müssen auch Sie sich zuerst gewöhnen. Sie müssen lernen damit umzugehen, dass Sie für Ihr Kind in diesen Momenten nicht da sein können. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Vertrauen in uns und unsere Arbeit haben und uns ermöglichen, Ihr Kind liebevoll und einfühlsam zu betreuen. Denn nur dann kann es eine gute und tragfähige Beziehung zu den Pädagog*innen aufbauen. Dadurch wird sich Ihrem Kind eine neue Lern- und Erfahrungswelt eröffnen.

Auch wenn aller Anfang schwer ist, versuchen wir Ihrem Kind und auch Ihnen wir – in einer engen Zusammenarbeit – diese Phase so einfach und angenehm wie nur möglich zu gestalten.

Eingewöhnung Krippe

Die gestaltete Eingewöhnungszeit soll Ihrem Kind die Möglichkeiten geben, behutsam und allmählich in die neue Situation hineinzuwachsen, sich mit den vielfältigen neuen Eindrücken aktiv auseinander zu setzen und Gefühle von Schmerz und Trauer bei der Trennung zu bewältigen. Aus diesem Grund verläuft die Eingewöhnung in unseren Kitas in verschiedenen Phasen ab. Neue Eingewöhnungsschritte werden dabei immer mit Ihnen bzw. der familiären Bezugsperson, die die Eingewöhnung übernimmt, genau besprochen und erst dann durchgeführt, wenn sich die Pädagog*innen sicher sein können, dass Ihr Kind den vorherigen Schritt ohne Probleme bewältigt hat.

Am ersten Tag werden Sie die*den zuständige*n Pädagogen*in Ihres Kindes näher kennenlernen. Es findet ein erstes Eingewöhnungsgespräch statt, in dem Sie auch Zeit für Ihre Fragen haben. In den ersten zwei Tagen ist die Anwesenheit einer familiären Bezugsperson Ihres Kindes während des gesamten Besuches in der Krippe erforderlich. In dieser Zeit bleibt die Bezugsperson über die ganze Zeit mit Ihrem Kind im Gruppenraum. Das Wickeln und Füttern übernimmt die Bezugsperson in den ersten Tagen. Erst nach und nach wird der*die Bezugspädagog*in versuchen, das Kind zu füttern. Auch das Schlafen legen wird in den ersten Tagen von der Bezugsperson durchgeführt, erst nach und nach übernimmt der*die Bezugspädagog*in auch dies.

Am dritten Tag begleitet die familiäre Bezugsperson Ihr Kind zum Gruppenraum und bleibt dort noch eine bestimmte Zeit mit ihm zusammen. Anschließend erfolgt die erste Verabschiedung. Wann die Zeit zum Verabschieden kommt, bespricht die Bezugsperson jeden Tag mit der*dem zuständigen Pädagog*in. Am ersten Trennungstag bleibt das Kind nur ca. 10 bis 30 Minuten bei dem*der Bezugspädagog*in. In dieser Zeit verlässt die Bezugsperson die Kita nicht, sondern wartet im Elternbereich. Sollte sich Ihr Kind nicht beruhigen lassen, holen wir die Bezugsperson schnellstmöglich wieder zurück in den Gruppenraum.

An den folgenden Tagen nach dem ersten Trennungsversuch wird sich die Aufenthaltsdauer Ihres Kindes ohne seine familiäre Bezugsperson steigern. Lässt sich Ihr Kind nach diesen Tagen in der Abwesenheit der familiären Bezugsperson in Belastungssituationen von dem*der Bezugspädagog*in trösten und setzt sich interessiert und aktiv mit seiner Umgebung auseinander, dann gilt die Eingewöhnung als abgeschlossen.

Auch nach Abschluss der Eingewöhnungsphase bleibt Ihr Kind so lange bei seiner zuständigen Pädagog*in, wie es diesen braucht, bis es sich sicher genug fühlt, Neues zu erkunden. Die Entwicklung einer sicheren Beziehung ist die Voraussetzung für das Explorieren/das Lernen.

  • Nachweis der ärztlichen Früherkennungsuntersuchung
  • Hausschuhe (weiche und rutschfeste Sohle und Klettverschluss)
  • Babys/Kleinstkinder, die noch nicht laufen können, benötigen „Stoppersocken“ oder Lederschläppchen
  • ausreichend Wechselwäsche
  • Trinkflasche (für Kinder ab ca. 3 Jahre 0,5 Liter): bruchfest, verschließbar (Edelstahl, Kunststoff oder Alu – kein Glas). Die Trinkflasche Ihres Kindes bringen Sie in der Früh, ausschließlich mit Wasser gefüllt, mit und nehmen Sie am Nachmittag wieder mit nach Hause.
  • Babyflasche (nur für Säuglinge) aus Kunststoff – kein Glas!
  • Je nach Bedarf: Kuscheltier, Schnuller, Schmusetuch, Schlafsack
  • Jahreszeitenangepasste Kleidung (Winter: Schneeanzug, Mütze, Handschuhe, Schal, Schneestiefel; Frühling/Herbst: Matschhose; Sommer: Badesachen, Handtuch)

WICHTIG: Alle mitgebrachten Gegenstände müssen mit dem Namen des Kindes gekennzeichnet sein.

Eingewöhnung Kindergarten

Die Eingewöhnung der Kita-Kinder verläuft im Gegensatz zu den Krippenkindern mit einigen Unterschieden. Wir unterscheiden dabei einmal zwischen Bestands-Kindern, die bereits Ihre Krippenzeit in unseren Kitas verbracht haben, und neunen Kita-Kindern.

Die Kinder, die innerhalb der Kita in die Kindergartengruppe wechseln, besuchen diese im Vorfeld des Wechsels bei ihren Aktivitäten, wie zum Beispiel bei pädagogischen Angeboten oder dem offenen Frühstück. Da wir ein offenes Konzept leben, sind den Kindern alle Pädagog*innn, sowohl im Kindergarten als auch der Krippe bekannt. Aus dem Grund findet, bei einem internen Wechsel des Kindes keine Eingewöhnung mit einer familiären Bezugsperson statt.

Die Eingewöhnung der neuen Kindergartenkinder, welche nicht innerhalb der Kita wechseln, erfolgt durch eine schrittweise Trennung von den Eltern und dauert ca. zwei bis drei Wochen. Am ersten Tag ist das Kind zusammen mit einem Elternteil den gesamten Vormittag in der Gruppe. Ab dem zweiten Tag findet eine kurze Trennung für ca. eine Stunde statt. Ab dem nächsten Tag werden die Zeiträume dieser Trennung nach und nach länger, jedoch immer dem Kind und seinen Bedürfnissen angepasst.

  • Nachweis der ärztlichen Früherkennungsuntersuchung
  • Hausschuhe oder Indoor Sportschuhe mit rutschfester Sohle und Klettverschluss
  • ausreichend Wechselwäsche
  • Trinkflasche (für Kinder ab ca. 3 Jahre 0,5 Liter) bruchfest, verschließbar (Edelstahl, Kunststoff oder Alu – kein Glas). Die Trinkflasche Ihres Kindes bringen Sie in der Früh, ausschließlich mit Wasser gefüllt, mit und nehmen Sie am Nachmittag wieder mit nach Hause.
  • Je nach Bedarf: Kuscheltier, Schnuller, Schmusetuch
  • Jahreszeitenangepasste Kleidung (Winter: Schneeanzug, Mütze, Handschuhe, Schal, Schneestiefel; Frühling/Herbst: Matschhose; Sommer: Badesachen, Handtuch)
  • Sportkleidung (Hose, Shirt und frische Socken), feste Turnschuhe

WICHTIG: Alle mitgebrachten Gegenstände müssen mit dem Namen des Kindes gekennzeichnet sein.

Eingewöhnungs FAQ

Im Folgenden haben wir für Sie einmal die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst. Für weitere Rückfragen wenden Sie sich gerne via Mail an unsere Elternbetreuung unter eltern@kita-luna.de .

In der Praxis hat sich gezeigt, dass es nicht wichtig ist, welche Bezugsperson (Mutter, Vater, Großeltern oder andere vertraute Personen) die Eingewöhnung übernimmt, sondern dass diese durchgängig das Kind begleitet. Wichtig ist ebenfalls, dass Sie während sowie im Anschluss des Eingewöhnungsprozesses jederzeit erreichbar sind.

Die Beziehungsarbeit ist das Wichtigste und die Voraussetzung für unsere weitere pädagogische Arbeit. Ihr Kind hat grundsätzlich eine*n Ansprechpartner*in, wodurch wir ihm Verlässlichkeit zeigen und Vertrauen schaffen. Dabei entwickelt die*der zuständige Pädagoge*in ein Verständnis die Signale Ihres Kindes. Durch unsere offene Arbeit lernt Ihr Kind im weiteren Verlauf auch andere Pädagog*innen und Kinder kennen. Die*der zuständige Pädagoge*in bleibt jedoch immer sowohl für Ihr Kind als auch für Sie der*die Ansprechpartner*in für die gesamte Kita-Zeit.

Ein Urlaub sollte während der Eingewöhnung grundsätzlich nicht stattfinden. Empfehlenswert wäre sogar in den ersten 2-3 Monaten keinen Urlaub zu planen. Durch einen Urlaub in der Eingewöhnungszeit oder unmittelbar nach dem Abschluss könnte es passieren, dass Ihr Kind eine erneute Eingewöhnung benötigt.

Zu Beginn der Kita-Zeit hat Ihr Kind noch eine geringere Immunität. In der Praxis erleben wir öfters, dass ein Kind während der Eingewöhnung erkrankt. Durch die neuen Erlebnisse und die neuen Kontakte mit anderen Kindern kann es dazu führen, dass das Immunsystem geschwächt wird. Wenn Ihr Kind erkranken sollte, muss es zu Hause bleiben und die Krankheit richtig auskurieren. Ihr Kind braucht eine Erholungszeit und diese sollten Sie ihm auch geben. Nur so kann es mit neuer Energie die Eingewöhnung weiter durchleben. Wir wiederholen den zuletzt gemachten Schritt und treffen individuell die Entscheidung, wie wir die Eingewöhnung fortsetzen.

Der Eingewöhnungsprozess wird erleichtert, indem Sie Ihr Kind bereits zuhause auf den Besuch der Kita vorbereiten. Sprechen Sie mit ihm darüber, dass es bald in die Kita geht, oder vergleichen Sie alltägliche Situationen, wie den Spielplatzbesuch, mit der Kita. Wichtig ist dabei auch, dass Sie selbst eine positive Grundeinstellung zur Kita zu haben. Sofern möglich gleichen Sie bitte schon vor dem Eintritt in die Kita die Schlaf- und Essenszeiten Ihres Kindes zuhause an. Falls Ihr Kind eine andere Sprache spricht, können Sie für die*den zuständige*n Pädagogen*in wichtige Wörter wie z. B. Schnuller, auf die Toilette gehen, Hunger u. ä. aufschreiben. Auch ein persönlicher Gegenstand Ihres Kindes (Lieblingsteddy, Tuch, Bilder von der Familie) kann unterstützend mitgebracht werden.

Die Eingewöhnungszeit für die Krippenkinder dauert grundsätzlich zwischen drei bis sechs Wochen und für die Kita-Kinder zwei bis drei Wochen. Da jedes Kind aber seinen eigenen Rhythmus hat, geben wir Ihrem Kind die Möglichkeit, alle Kinder, alle Räume sowie das gesamte pädagogische Team in seinem eigenen Tempo kennenzulernen. Wir empfehlen Ihnen, genügend Zeit für die Eingewöhnung einzukalkulieren, bevor Sie wieder dem Berufsleben nachgehen. Die Kinder spüren, wenn Eltern keine Zeit haben, sie fühlen sich gedrängt und klammern, wodurch ein gegenteiliger Effekt eintreten kann.

  1. Ihr Kind kann durch die vielen neuen Eindrücke müde sein. Geben Sie Ihm Zeit zum Ausruhen und planen Sie bestmöglich keine Nachmittagsaktivitäten.
  2. Es könnte anhänglich sein und muss sich erst daran gewöhnen, dass es woanders ist. Es muss Vertrauen aufbauen, dass die Eltern immer wiederkommen und es abholen.
  3. Es könnte auch passieren, dass Ihr Kind unruhig schläft, da es vieles im Schlaf verarbeitet.
  4. Die Nahrungsaufnahme kann sich verändern. Vielleicht isst Ihr Kind weniger oder verweigert komplett die Nahrungsaufnahme.

Bitte haben Sie keine Angst. Diese anfänglichen Verhaltensänderungen werden sich nach kurzer Zeit wieder legen.

Sie können Ihr Kind drücken, küssen und übergeben es anschließend persönlich der*dem zuständigen Pädagogen*in. Dann gehen Sie aus dem Raum und warten im Elternbereich der Kita. Auch wenn dieser Prozess Emotionen auslösen kann, bitten wir Sie bei der Trennung nicht zu weinen oder Hektik zu verbreiten. Ihr Kind bemerkt, wenn Sie Angst haben. Bitte gehen Sie auch, wenn Ihr Kind protestiert und/oder weint. Sollte sich Ihr Kind nicht von der*dem zuständigen Pädagog*in trösten lassen, wird die Eingewöhnung abgebrochen und Sie werden wieder hereingeholt.