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Kita Luna Feldmoching
1. Unser Kinderhaus
1.1 Träger
Die Trägerschaft der Kita Luna Feldmoching ist die KTS Verwaltungs GmbH, die eine Vielzahl von Kindertageseinrichtungen in München betreibt und auf unserer Website unter www.kita-luna.de ersichtlich sind. Seit 2018 gehört die KTS Verwaltungs GmbH zur Bildungsgruppe von AcadeMedia.
1.2 Lage der Einrichtung
Das Kinderhaus befindet sich in Münchens Stadtteil Feldmoching in der Feldmochinger Str. 367. Die Einrichtung ist in einem alleinstehenden Wohnhaus auf einer Fläche von ca. 440 m² im Erdgeschoß und 230 m² im lichtdurchfluteten Untergeschoß integriert.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln können Sie uns am besten mit der Stadtbus-Linie 173, Haltestelle „Bergwachtstraße“, erreichen, von welcher wir fußläufig ca. zwei bis drei Minuten entfernt liegen.
1.3 Räumlichkeiten
Beim Betreten des Kinderhauses befinden sich im Windfang zwei Infotafeln für die Eltern, einerseits für aktuelle Informationen und andererseits ein Tagesrückblick mit Aktivitäten der Kinder.
Der Eingangsbereich besteht aus einer Kindergarderobe, einem barrierefreiem Gäste – WC und einem Aufenthaltsbereich für Eltern. Dort liegen Anschauungsmaterial, Elternhefte und Mappen mit Kinderliedern aus.
Von der Garderobe aus gelangen Sie zu einem großzügig gestalteten Spielflur, welcher in die pädagogische Arbeit eingebunden und dementsprechend ausgestattet ist. Vom zentralen Spielflur aus besteht direkter Zugang, sowohl zu den acht geräumigen Aktionsräumen als auch zu den zwei Sanitärbereichen.
Die Funktionen der Räume sind eingeteilt in einen Sinnesraum, einen Rollenspielraum, einen Bewegungsraum, einen Bauraum, einen Ruheraum einen Entdeckerraum mit dem Fokus auf die Bedürfnisse der Kindergartenkinder.
Zwei der Aktionsräume (Bewegungsraum und Sinnesraum) dienen den Kindern in der Ruhezeit gleichzeitig als Schlafräume. Weiterhin verfügt das Kinderhaus über zwei Speise-räume, welche zu Zeiten, in denen keine Mahlzeiten stattfinden, als Atelier und multi-funktionale Räume genutzt werden (z.B. für die vorschulische Erziehung und Spiel- und Projektangebote). Die Räume sind so konzipiert und ausgestattet, dass alle Kinder entsprechend den eigenen Bedürfnissen, in den Räumen spielen und in ihrer Entwicklung gefördert werden können.
Die beiden sanitären Bereiche für Kinder sind mit Dusche, zwei Wickeltischen, insgesamt 7 Kleinkindtoiletten und 1 Toilette für Kindergartenkinder, Waschrinnen für Kinder und zwei Waschbecken für die pädagogischen Kräfte ausgestattet. Im Erdgeschoß befinden sich ferner zwei getrennte sanitäre Einrichtungen für Personal und Eltern sowie das Büro für die Einrichtungsleitung.
In das Untergeschoß wurden die Personalräume, das Büro für die stellvertretende Leitung, Lager für pädagogisches Material, Archivräume und eine Küche integriert.
Direkt an der Einrichtung stehen den Eltern Fahrradständer und Parkplätze zur Verfügung. Im Außengelände mit Zugang über unseren Garten befindet sich weiterhin ein geräumiger, abschließbarer Kinderwagenabstellraum.
1.4 Garten
Dem Kinderhaus steht eine zum Haus gehörende, eingezäunte Grünfläche mit ca. 670 m² zur Verfügung. Bei der Gestaltung des Gartens wurde auf einen möglichst naturnahen und kindgerechten Charakter Wert gelegt. Den Kindern stehen vielfältige Spielmöglichkeiten zur Verfügung: Eine große Schaukel sowie eine Kleinkindschaukel für die Jüngsten, ein Sandkasten mit integrierter Matschküche, ein Fußballfeld, ein Basketballkorb sowie eine Rutsche. Die Fläche ist umgeben von Bäumen und Sträuchern, die für Schatten und eine angenehme Atmosphäre sorgen.
Zusätzlich laden Sitzgelegenheiten zum Ausruhen, Beobachten oder gemeinsamen Spielen ein.
2. Pädagogische Arbeit
Mit dem Eintritt in das Kinderhaus beginnt für die Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Die bisherigen sozialen Beziehungen weiten sich nun auf die Kindertageseinrichtung aus. Für Kinder bedeutet dies einerseits Loslösung von den Eltern, anderseits auch ein Schritt in die Selbständigkeit.
Eltern vertrauen der Einrichtung ihre Kinder an. Darum sehen wir es als unsere Aufgabe an, verantwortungsbewusst zu handeln und – in engem Kontakt mit dem Elternhaus – familien-unterstützend und ergänzend zu wirken.
Die pädagogische Arbeit schließt Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder ein, deren Grundlage der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan ist.
Wir möchten den Kindern in unserer Einrichtung das Gefühl geben: „Es ist schön, dass es dich gibt, und wir freuen uns, dass du da bist“.
2.1 Pädagogische Richtung
Unserer Pädagogik steht der Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) und das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) zugrunde.
Wir arbeiten situationsorientiert, projektbezogen und offen. Während des ganzen Tages stehen den Kindern unsere Aktionsräume zur Verfügung und allein die Kinder entscheiden, wo sie spielen und mit welchen Kindern und pädagogischen Kräften sie zusammen sein möchten. Dementsprechend ist es Kern unserer pädagogischen Arbeit einen optimalen Rahmen zu schaffen. Alle pädagogischen Projekte und Angebote sind freiwillig und zwanglos. In der Regel wird ein Themenbereich mehrere Wochen oder Monate bearbeitet. Die Themenauswahl orientiert sich an den Interessen und Wünschen der Kinder. Diese Projekte können kurz- oder langfristig geplant, altershomogen oder altersgemischt sein. Neben den Projekten finden regelmäßig spontane pädagogische Aktionen statt, die sich an den täglichen allgemeinen Situationen orientieren. Im Vordergrund der pädagogischen Arbeit stehen: das Ausprobieren, das Experimentieren und die Auseinandersetzung mit einem Thema in Form von Bilderbuchbetrachtungen, kreativer Gestaltung, Bewegung, Musizieren, Gesprächen, Ernährung, Kochen/Backen, Einkaufen oder durch Ausflüge und Exkursionen. Jeden Tag finden ein bis zwei pädagogische Schwerpunkte statt, an dem eine gezielte Begleitung der Kinder stattfindet.
2.2 Pädagogische Zielsetzung
Ziel unserer Arbeit ist es, den Kindern einen Erfahrungsraum bereitzustellen, indem wir ihnen individuelle, soziale und sachbezogene Kenntnisse, Grundfähigkeiten und Haltungen vermitteln. Eigenständig und kompetent – im Sinne von Selbstbestimmung – können die Kinder damit ihre Lebenssituationen meistern.
Wir sehen jedes einzelne Kind als aktiven Mitgestalter seiner Lernprozesse, das autonom sein Umfeld erforschen will und die Interaktion mit anderen Kindern und Erwachsenen (Ko-Konstruktion) sucht – „Lernen bedeutet Tun“.
Im Weiteren möchten wir dazu beitragen, dass sich die Kinder für wertvoll halten und mit sich selbst zufrieden sind, dass sie eine altersentsprechende Selbstständigkeit erwerben, ein breites Spektrum an Interessen entwickeln und Selbstbewusstsein und Vertrauen zu ihren eigenen Fähigkeiten gewinnen. Durch die positive Wertschätzung eines jeden Kindes möchten wir das Selbstwertgefühl stärken, da dieses eine wichtige Voraussetzung für die Leistungs- und Lernfähigkeit und das Durchsetzungsvermögen ist.
Bei der pädagogischen Arbeit berücksichtigen wir auch die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit körperlichen und/oder psychischen Beeinträchtigungen sowie die Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund, bei denen wir besonderen Wert auf die Förderung der deutschen Sprache legen (siehe Sprachförderungskonzept). Wichtig ist uns dabei, die Integrationsfähigkeit der Kinder zu stärken.
Des Weiteren legen wir hohen Wert auf die Genderpädagogik (geschlechtsbewusste Pädagogik). Dies bedeutet, die Entwicklung der Geschlechtsidentität der Kinder zu unterstützen und auf Gleichberechtigung der Geschlechter hinzuwirken.
Jedes einzelne Kind macht eine Vielzahl von Erfahrungen und wir wollen es dabei ohne Unterschiede liebevoll unterstützen.
2.3. Bildungs- und Erziehungsziele gem. dem BayKiBiG
Förderung der Sprachkompetenz
Ein besonderer Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit ist die alltagsintegrierte sprachliche Bildung mit dem besonderen Fokus auf dem Erst- und Zweitspracherwerb, Mehrsprachigkeit, Literacy und Musik. Jedes Kind wird in seinem sprachlichen Lernprozess unterstützt und ermutigt, sich altersgemäß nonverbal und verbal auszudrücken, kürzeren Erzählungen und Beschreibungen folgen zu können, selbst zu erzählen und Geschichten zu erfinden. Wir nutzen dazu die Vielfalt der sich im Alltag bietenden Sprachanlässe.
Dabei ist uns wichtig, dass wir jedes Kind als Gesprächspartner ernst nehmen, wir uns als Vorbild sehen und in Augenhöhe mit dem Kind kommunizieren. Wir verhalten uns den Kindern gegenüber authentisch und nachvollziehbar, und zwar in jeder verbalen- und nonverbal begleiteten Alltagssituation, z. B. beim Spielen im Rollenspiel, im Fantasiespiel, beim An- und Ausziehen, beim Essen, in Wickelsituationen, bei gemeinsamen Aktivitäten, im Dialog, in Auseinandersetzungen, bei Fragen etc. Wir wollen jedem Kind das Gefühl vermitteln, dass es gerne angehört wird und sich immer frei äußern darf, dass es auf Fragen eine Antwort bekommt und dass die Pädagogen zuhören, nachfragen und im Dialog mit dem Kind sind.
Damit dies gut gelingt, bedienen wir uns im sprachpädagogischen Angebot insbesondere der Methode der Erzähl- und Geschichtenwerkstatt, in der die Kinder z. B. anhand von Bildern, Gegenständen, Geschichtensäckchen, Holzfiguren etc. zum Erzählen angeregt werden. Hier lernen sie, Alltagssituationen, besondere Erlebnisse und Ähnliches, wie Zoobesuche, Urlaubs- und Wochenendsituationen zu beschreiben, bis sie schließlich in der Lage sind, selbst Geschichten zu erfinden und zu erzählen. In jeder verbal begleiteten Alltagsituation achten wir besonders darauf, dass Kinder auch miteinander kommunizieren. Wir unterstützen sie bei Auseinandersetzungen mit anderen, vermitteln ihnen grundlegende Kommunikationsregeln und achten darauf, dass diese gleichberechtigt eingehalten werden. Wir als Erwachsene sind hierbei der Impulsgeber und die Kinder entscheiden, wie und ob sie sich am Gespräch beteiligen möchten. Mit zunehmendem Wortschatz erwerben sie Sprachkompetenzen und Ausdrucksmöglichkeiten. Sie können sich aktiv einbringen und den Dialog mitgestalten. Wir ermutigen die Kinder, in situativen Einzel- oder Gruppengesprächen, mit uns oder miteinander zu kommunizieren und an Gesprächsangeboten teilzunehmen. Dies festigt ihr Selbstvertrauen, erweitert ihren Wortschatz, macht sie selbstbewusster und stärkt ihr Sozialverhalten.
Sprache ermöglicht den Kindern in Verhandlungen mit den Erwachsenen zu treten, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, Wünsche zu äußern und ihren Willen zu bekunden und zu realisieren.
Wir setzen viele musikalische Angebote ein, um Sprache auch rhythmisch in den besonderen Fokus zu rücken. Musik ist eine eigene Sprache. Sie ist international und gleichzeitig ganzheitliche sprachliche Bildung. Musik und Bewegung in Form von Liedern, Rhythmen und kleinen Tänzen vermitteln den Kindern unseren Sprachsound, unsere Sprachmelodie und unseren Spaß. Besonders bilingualen und mehrsprachigen Kindern bietet diese Methode alternative Möglichkeiten Sprachbarrieren schneller zu überwinden, und die Umgebungssprache Deutsch musikalisch zu erlernen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Kinder ohne Deutschkennt-nisse über die Musik schneller in die deutsche Sprache eintauchen. Dialogische Bilderbuchbetrachtungen, Singen, Verse, Reime, Märchen und Geschichten vorlesen, Kamishibai, Fingerspiele, Kreisgespräche, Rollenspiele, Stegreifspiele, Handpuppenspiele, sowie das Kennenlernen von Schriftsprache durch Bilder, Buchstaben und Zahlen gehören zu unseren alltäglichen Aktivitäten. Die Impulse dazu gehen vorwiegend von den Kindern aus., die von uns aufgegriffen und weiterentwickelt werden.
Die sprachliche Entwicklung wird durch den Einsatz mit technischen Mitteln wie Laptop und Beamer, dem Audioaufnahmegerät in der Geschichtenwerkstatt gefördert.
(Hinweis: Eine detaillierte Beschreibung der sprachlichen Bildung finden Sie in unserer gesonderten Sprachkonzeption.)
Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenzen
Soziale und emotionale Kompetenzen sind die Grundvoraussetzungen, um sich in eine Gemeinschaft zu integrieren. Sie sind eng verknüpft mit sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten und ermöglichen die Entwicklung von eigenen Gefühlen, Mitgefühl und Wunschäußerungen. Durch soziale und emotionale Kompetenzen werden Einfühlungsvermögen, Rücksichtnahme, Mitgefühl und Eigenverantwortung entwickelt.
Wir unterstützen unsere Kinder in dieser Entwicklung, indem wir positive und stabile Partner in allen sozialen und emotionalen Momenten sind. Wir bauen positive Beziehungen zu ihnen auf, zeigen ihnen den Umgang mit Gefühlen jeglicher Art, lassen Streit zu und entwickeln mit ihnen Lösungsstrategien. So hilft uns beispielsweise unser Streitteppich und der Friedenstock mit Lösungsfähnchen Konflikte zu lösen. Dabei lernen die Kinder ihre Sichtweise zu äußern und Kompromisse zu schließen. Schon bei den Krippenkindern versuchen wir ein Verständnis für die Gefühle der anderen zu wecken, indem wir sie beispielsweise auf Tränen aufmerksam machen. Erst im Laufe der Zeit entwickeln Kleinkinder dafür Verständnis und können zunehmend nachempfinden. Voraussetzung hierzu ist unsere Unterstützung bei der Entwicklung eines Verständnisses von sich selbst, das Bewusstsein der eigenen Gefühle, die Fähigkeit eigene Gefühle zu beschreiben und unterscheiden zu können und sich in andere hineinzuversetzen.
In der Kinderkonferenz sollen Kinder lernen, Selbständigkeit und Verantwortlichkeit eigener Bedürfnisse und Interessen zur Geltung zu bringen und so ihren Alltag mitzubestimmen.
Uns ist wichtig, dass die Kinder Freundschaften schließen. Ebenso sollen sie lernen, Verantwortung für andere zu übernehmen, für Schwächere einzutreten und eigene Bedürfnisse zum Wohle anderer zurückzustellen.
Für soziale Kompetenzen wie im Umgang mit anderen Menschen ist es wichtig, Respekt gegenüber anderen zu zeigen, andere um Hilfe zu bitten und sich selbst helfen zu lassen, ebenso wie Konflikte und Probleme untereinander selbständig zu lösen und nach angemessenen Lösungen zu suchen. Dazu dienen nicht nur die Pädagogen als Vorbild, sondern die große Altersspanne im Kinderhaus bietet den Kindern die Möglichkeit, voneinander zu lernen, die jüngeren Kinder von den älteren und andersherum.
Der Morgenkreis ist ein festes tägliches Ritual im Alltag der Kinder. Hier erfahren sie unter anderem, dass sie ein Teil einer Gemeinschaft sind, die miteinander singt, aber auch, dass jedes Kind abwarten muss, wenn ein anderes Kind an der Reihe ist, um sich ein Lied auszusuchen.
Die Vorschulkinder übernehmen bei uns im Haus Patenschaften für die Kinder, die von der Krippe in den Kindergarten wechseln sollen. Das bedeutet, dass die baldigen Kindergartenkinder Vorschulpaten bekommen, die sie begleiten, um ihnen den Übergang in den Kindergarten zu erleichtern. Die Vorbildfunktion als Pate ist somit für die Kindergartenkinder eine Herausforderung, der sie sich stellen müssen. Sie übernehmen Verantwortung für die zukünftigen Kindergartenkinder und begleiteten diese auf ihrem Weg in den Kindergarten.
Die Kinder erfahren bei uns, dass es andere Kulturen, Verhaltensweisen, Weltanschauungen und Einstellungen gibt und man ihnen offen gegenübersteht.
In der Kinderkrippe dürfen die älteren Kinder allein an einem Tisch sitzen, um sich bereits auf den Kindergarten vorzubereiten. Die Kinder nehmen sich dabei selbständig das Essen und organisieren ihren Tisch allein. Dabei wird ihre soziale Kompetenz gefördert, denn sie führen ohne einen Erwachsenen Tischgespräche und müssen dabei miteinander kommunizieren, um zum Beispiel die Schüssel mit dem Essen zu bekommen.
Wir möchten den Kindern einen Ort bieten, an dem sie ihre Wünsche und Bedürfnisse frei äußern können und sich als Teil einer Gemeinschaft fühlen und mit ihr wachsen.
Geschlechtsbewusste Förderung (Genderpädagogik)
Wie eine Frau oder ein Mann betrachtet wird, ist abhängig von der Kultur und der Gesellschaft, in der ein Kind aufwächst und den damit verbundenen Erfahrungen, die es damit macht. Kinder bedienen sich bei der Identitätsentwicklung ihrer Geschlechterrolle ihrer Umwelt (Sitten, Gebräuchen und Vereinbarungen des jeweiligen Kulturkreises) und der darin vorherrschenden Rolle von Mann und Frau.
In unserer Einrichtung möchten wir, dass die Kinder lernen, beide Geschlechter gleichwertig anzusehen und die Unterschiede zu leben und zu akzeptieren. Die Unterschiede sollen eine Bereicherung für das andere Geschlecht sein. Wichtig ist uns dabei die Grundhaltung unserer Pädagogen. Eine selbstreflektierende Haltung ist hierbei Voraussetzung, denn wir arbeiten täglich vorbildhaft mit den Kindern und bringen alle unsere eigenen Vorstellungen von Geschlechterbildern in die Arbeit mit ein.
In Teamsitzungen wird dieses Thema bearbeitet, um Vorurteile zu beseitigen. Die Geschlechterrolle ist kein Persönlichkeitsmerkmal, sondern wir als Pädagogen beeinflussen und prägen sie jeden Tag mit unserem Verhalten mit. Die pädagogischen Kräfte sehen die Kinder als Persönlichkeit mit ihren individuellen Vorlieben, Stärken und Interessen. Nach diesen Grundsätzen gestalten wir den Umgang mit den Kindern. Jeder spielt mit jedem Spielzeug wie: Auto, Puppen, Ball, Bausteine etc. Und jedes Kind kann seine Kräfte messen und an Wettbewerbsspielen teilnehmen, egal ob Mädchen oder Junge.
Förderung der kognitiven Kompetenzen
Kinder lernen vor allem über Wahrnehmungen und motorische Handlungen. Dies geschieht durch die Sinne, die das Fenster zur Welt sind. Wir möchten unseren Kindern ermöglichen, alle ihre Sinne zu nutzen, um zahlreiche Eindrücke zu sammeln. Durch die vielfältigen gezielten Angebote, wie z. B. Gespräche, Experimente, Ausflüge, Exkursionen, Freispiele usw., wird die Lernfreude der Kinder angeregt und gestärkt. Dies befähigt die differenzierte Wahrnehmung, Beobachtungen und Erfahrungen zu ordnen, zu unterscheiden und beschreibend zu wiederholen. Dabei wird das logische Denken gefördert, Erfahrungen im Gedächtnis verankert und altersgemäße Kenntnisse angeeignet. Durch die verschiedenen pädagogischen Angebote und Projekten an den Schwerpunkttagen vermitteln wir den Kindern einerseits Sachinformationen und zeigen andererseits Zusammenhänge auf. Unser Ziel dabei ist es, dass das Ganze für die Kinder einen Sinn ergibt und das Objekt/Thema nachvollziehbar wird. So wird das Lernen für jedes Kind interessanter und anregender.
Förderung der körperlichen Kompetenzen und Gesundheitserziehung
Die Bewegung ist eine Ausdrucksform und ein Grundbedürfnis der Kinder. Insbesondere durch unsere Raumgestaltung und den Außenbereich schaffen wir im Alltag vielfältige Möglichkeiten, damit die Kinder ihrem Bewegungsdrang nachgehen können. Durch unsere Schwerpunkttage bieten wir unterschiedliche Formen von Bewegung, wie Ausflüge, Spaziergänge, Tanz, Rhythmik, Gartenzeiten, Sportstunden, Bewegungslandschaften und Regelspiele an.
Durch Bewegung entwickeln die Kinder ein Selbstkonzept, lernen ihre Grenzen kennen und müssen mit anderen Kindern kooperieren. Zu einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung gehören ebenso Ernährung, Ruhephasen, die Hygiene und eigenverantwortlicher Umgang mit dem Körper und der Sexualität.
In unserer Einrichtung wird das Essen frisch vom Küchenpersonal zubereitet. Dabei legen wir Wert auf eine ausgewogene Ernährung. Wir nehmen das Essen in einer ruhigen Atmosphäre ein, bei der wir Tischgespräche führen und dem Essen einen Rahmen geben. Wir beziehen die Kinder in das Thema Ernährung mit ein, z. B. bei Kinderkonferenzen wird besprochen, was sie am liebsten essen und wer welche Speisen nicht mag. Hierfür ist es wichtig, dass wir im Vorfeld mit den Kindern ausführlich über Ernährung und Ihre Folgen sprechen, wie z. B. Einteilung der Lebensmittel in gesund und ungesund, warum zu viel Zucker ungesund ist, wie viel Zucker verschiedene Lebensmittel enthalten usw.
Durch die Schaffung von Ruheräumen und Kuschelecken ermöglichen wir den Kindern, ihrem individuellen Bedürfnis nach Schlaf und Ruhe nachzugehen.
Wir vermitteln den Kindern im Alltag einen hygienischen Umgang mit dem eigenen Körper. Dazu gehören Zähneputzen, selbständiges Anziehen und Händewaschen. Wir möchten den Kindern zeigen, dass sie sich um sich selbst kümmern können und selbst für ihren Körper verantwortlich sind. Das Kind lernt seinen eigenen Körper nicht nur über die Bewegung kennen, sondern auch durch die Berührung beim Eincremen des eigenen Körpers und der Möglichkeit, das andere und das eigene Geschlecht kennenzulernen. Damit wird das Bewusstsein geschaffen zu erkennen, was ihm guttut und was nicht. Uns ist sehr wichtig, dass alles vom Kind ausgeht und es sich zu nichts gezwungen fühlt.
Förderung kreativer Kompetenzen
Jedes Kind bekommt die Möglichkeit, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Dies kann im gestalterischen Bereich, z. B. durch ein gemeinsames Bild aus Fingerfarben sein. Dabei entdeckt das Kind beispielsweise, wie Farben aus bestimmten Mischungen entstehen. Alle Kinder haben die Möglichkeit, verschiedene Materialien kennenzulernen und bestimmte Prozesse wie die Verwendung von Wasserfarbe mit viel oder wenig Wasser wahrzunehmen. Dadurch, dass Angebote und Projekte in der Gemeinschaft mit anderen Kindern stattfinden, lernen Kinder auch die Kontaktaufnahme zu anderen Kindern. Im kognitiven Bereich kann dies heißen, eine neue Lösung für ein Problem zu finden. Kreativität ist eine Grundlage für alle Lebensbereiche. Schon das kindgerechte und entwicklungsfördernde Spielmaterial sowie ein funktionales Raumkonzept ermöglichen den Kindern, Neues zu entdecken und zu erforschen. Um die Kreativität und Fantasie auszuleben und Freude am kreativen Tun zu entdecken, lassen wir den Kindern viele Freiräume im pädagogischen Tagesablauf in unseren Einrichtungen.
Durch unsere Schwerpunkttage werden verschiedene kreative Prozesse gefördert und angestoßen. Im Weiteren ermöglichen wir den Kindern durch die Kinderkonferenzen an Entscheidungen, Entwürfen, Planungen, Konstruktionen usw. mitzuwirken. Uns ist wichtig, das Augenmerk nicht auf das Ergebnis kreativer Aktionen zu legen, sondern situativ und aber gleichzeitig auch prozessorientiert zu arbeiten.
Förderung der musikalischen Kompetenzen
Kinder sind von Natur aus musikalisch. Musikalische Basiskompetenzen werden beim täglichen gemeinsamen Singen und Musizieren (z. B. im Morgenkreis), in Bewegungsspielen, bei Rhythmusübungen und mit Klanggeschichten vermittelt. Übergänge werden für die Kinder mit Liedern begleitet und stimmen so auf die neue Aktivität ein. Dadurch werden auch Sprach- und Persönlichkeitsentwicklung, Ausdrucksfähigkeit, Melodienverständnis, die Kognition, z. B. durch das Erlernen und Merken von Liedtexten, gefördert. Durch unsere Bewegungslieder treten die Kinder in Kontakt mit anderen Personen, indem sie sich die Hände reichen oder miteinander tanzen, was ihr Sozialverhalten fördert.
Um die Kinder in ihrer Musikalität zu fördern, stehen ihnen in der Einrichtung eine Vielzahl von Musikinstrumenten bereit. Die Kinder können mit den Instrumenten selbst experimentieren oder werden gezielt von einer pädagogischen Kraft unterstützt. Sie dürfen auch eigene Musikinstrumente mitbringen, die gezielt in den Morgenkreis integriert werden.
Förderung mathematischer Kompetenzen
Wir möchten, dass die Kinder lernen, entwicklungsangemessen mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen umzugehen, diese zu erkennen und zu benennen. Dazu benutzen wir z. B. Puzzle und Steckspiele mit geometrischen Formen und Montessori-Material. Die Kinder können Zeiträume er fahren, indem wir im Morgenkreis den Tag, den Monat, das Wetter und die Jahreszeit besprechen. Des Weiteren sind auch die Räumlichkeiten so gestaltet, dass die Kinder Zahlen und Mengen wahrnehmen können. Bei Bewegungsspielen ermöglichen wir den Kindern gezielt, sich selbst in der Raum-Lage-Position wahrzunehmen und zu erfahren. Bei kleinen alltäglichen Spielen und im sprachlichen Austausch und Tun lernen und erfahren die Kinder spielerisch das Zählen, die Größen und Mengenverhältnisse sowie das Messen und Vergleichen. Es gibt zum Beispiel einen Tischdienst, bei dem die Kinder Geschirr nach der Kinderzahl aus dem Schrank nehmen oder beim Backen die Zutaten abwiegen.
Förderung umwelt- und naturwissenschaftlicher Kompetenzen
Kinder müssen sich mit ihrer Umwelt und der Natur auseinandersetzen. Wir möchten den Kindern unter Gebrauch verschiedener Methoden, wie z. B. Experimente, Beobachtungen usw., die ökologischen und naturwissenschaftlichen Zusammenhänge aufzeigen. Dazu werden Projekte angeboten, in denen die Krippenkinder erste Erfahrungen mit den Elementen wie Wasser, Luft, Erde und Feuer machen. Sie lernen Magnetismus kennen, erfahren Licht und Schatten und lernen somit ihre Umwelt auf verschiedene Weise kennen. Dadurch sammeln sie ganzheitliche Erfahrungen. Bei diesen pädagogischen Aktivitäten erschließen sich die Kinder erste Grundkenntnisse im naturwissenschaftlichen oder/und im technischen Bereich. Im Kindergarten werden diese Projekte komplexer. Sie werden je nach Bedarf mit Museumsbesuchen verbunden und durch das Aufsuchen von Experten intensiv gestaltet. Wir führen die Kinder zur Übernahme von Verantwortung gegenüber ihrer Umwelt und der Natur, indem wir ihnen die Natur mit allen ihren Facetten und unseren Umgang mit ihr in Bezug auf Menschen, Tiere und Pflanzen aufzeigen. Dazu nehmen die pädagogischen Kräfte die Rolle des Vorbildes ein. Zusammen mit den Kindern gestalten wir unser Gartenbeet mit verschiedenen Pflanzenarten, haben Insektenhotels gebaut und angebracht, um Wildbienen und anderen bedrohten Insektenarten zu schützen und zu fördern. Vom Befüllen dieser Beete mit Erde bis hin zum täglichen Gießen werden die Kinder von Anfang an in diesen Prozess miteinbezogen. Durch unseren Schwerpunkttag „Natur und Freiland“ haben wir weiterhin die Möglichkeit, mit den Kindern lange Exkursionen in die Umgebung und in die Natur zu unternehmen. Hierfür eignen sich vor allem die Seen und Parks in der näheren Umgebung. Waldwochen, Kooperationen mit „ Stiftung Kinder forschen“ und „Ökokids“ intensivieren die kindliche Sensibilität im Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen.
Förderung informationstechnischer Kompetenzen
Wir helfen den Kindern, die Bedeutung und Verwendungsmöglichkeiten der alltäglichen informationstechnischen Geräte und Medien ihrer Lebenswelt kennen und verstehen zu lernen. Die pädagogischen Kräfte nutzen für Angebote verschiedene Medien, wie beispielweise Kameras, Fotos, Bilderbücher, Hör- und Musik-CDs, das Aufnahmegerät bei der Geschichtenwerkstatt, sowie Beamer und Laptop für das Bilderbuchkino. Je nach Alter, lernen die Kinder auch eigenständig damit umzugehen. Den Krippenkindern stehen im Freispiel zum Beispiel Schlauch-Telefone, Kaufladenkasse und Bilderbücher zur Verfügung.
Den Kindergartenkindern zeigen wir durch verschiedene Medien, wie und wo sie sich Wissen und Informationen holen können, zum Beispiel durch das gezielte Einsetzen von Internet und Besuche in der Bücherei. Wichtig ist uns, die Kinder natürlich und spielerisch an den Gebrauch von Medien heranzuführen, ein Bewusstsein dafür zu fördern, sowie Verantwortung im Umgang mit diesen Medien zu üben.
Ethische Erziehung und Interkulturalität
Wichtig ist weiterhin, dass die Kinder zentrale Elemente der christlich-abendländischen Kultur kennenlernen. Sie erfahren bei uns einen sinn- und werteorientierten Umgang, sowie Achtung vor ihrer Umwelt. Sie lernen die kulturelle und religiöse Vielfalt der Welt zu achten und zu schätzen. Kinder sollen Zeit und Raum erhalten, um über das Leben zu philosophieren und Fragen über Leben und Tod zu stellen. In unserer Einrichtung möchten wir dazu beitragen, dass sich alle Kinder, egal welchen Alters und Geschlechts, mit welchem sozialen Hintergrund, welche unterschiedlicher Geschichte, Herkunft, Behinderung oder Konfession, für wertvoll halten und die Vielfalt der Lebensweisheiten und Lebenssituationen als wichtig erachten und mit sich selbst zufrieden sind. Kinder sollen es bei uns in der Einrichtung als eine Selbstverständlichkeit und Bereicherung erleben, mit verschiedenen Kulturen, Sprachen und Sitten in Berührung zu kommen. Sie sollen sich mit anderen, aber auch mit der eigenen Herkunft auseinandersetzen.
Während gemeinsamer Feste der Einrichtung (z. B. Sommerfest oder Sankt Martinszug), an denen die Eltern eingeladen sind, gemeinsam mit dem pädagogischen Personal ein Buffet zusammenzustellen, können traditionelle Speisen aus anderen Ländern und Kulturen mitgebracht und den Kindern so nähergebracht werden. Doch auch Aktionen, bei denen wir mit den Kindern die verschiedenen Länder und Kontinente betrachten, vermitteln wir den Kindern ein Gefühl dafür, dass es andere Länder, Kulturen und Religionen gibt. Wir stellen uns situativ ihren Fragen und untersuchen mit ihnen Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Damit möchten wir Kinder neugierig gegenüber anderen Kulturen und Sprachen machen. So können sie ein Bewusstsein für kulturelle Vielfalt und einem friedlichen Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen erlangen. Damit versuchen wir sowohl Diskriminierung als auch Fremdenhass vorzubeugen und wirken mit unseren Aktivitäten und unserer Haltung dem entgegen. Das pädagogische Personal ist hierbei Vorbild für die Kinder.
Vorkurs Deutsch 240
Im Rahmen der sprachlichen Bildung beginnt im vorletzten Kindergartenjahr der Vorkurs Deutsch 240 in unseren Einrichtungen. Kinder, die einen erhöhten Förderbedarf in der deutschen Sprache haben, werden im vorletzten Kindergartenjahr im Kindergarten und im letzten Kindergartenjahr gemeinsam mit der Grundschule gefördert. Die Kinder erhalten wöchentlich im Alltag und bei gezielten Angeboten und Projekten zusätzliche Förderung in der sprachlichen Bildung. Der Kindergarten leistet dafür im Rahmen des „Vorkurs Deutsch 240“ pro Kind im vorletzten Kindergartenjahr zusätzlich 120 Stunden. Durch die Kooperation mit der Grundschule ermöglichen wir den Kindern einen fließenden Übergang und einen guten Start in die Schule.
Vorschulische Erziehung
Die Vorschulerziehung findet in unserer Einrichtung bereits mit Einstieg bzw. Übergang in den Kindergarten und einmal wöchentlich eine Stunde außerhalb des Gruppengeschehens für die Kinder statt, die vor der Einschulung stehen. Ziel dieser Schulvorbereitung ist es, den angehenden Schulkindern die Fertigkeiten zu vermitteln, die sie für einen guten Start in die Schule benötigen.
In der vorschulischen Erziehung werden gezielt Themen bearbeitet, die die Kinder interessieren und die in einem komplexeren Rahmen behandelt werden. Die Vorschule startet im Oktober und endet mit dem Eintritt der Kinder in die Schule.
Die Pädagogen verwenden für die Gestaltung der gezielten Vorschule im letzten Kindergartenjahr den Jahresplan für die Vorschule. Dieser setzt im letzten Kindergartenjahr jeweilige Schwerpunkte, die mit den Kindern erarbeitet werden können.
Vorschulische Erziehung im Alltag
Kinder werden bei uns während der gesamten Kindergartenzeit auf die Schule und das Leben vorbereitet. Ziel unserer Arbeit mit den Kindern ist es, diese nicht nur kognitiv auf einen Abschnitt wie die Schule mitvorzubereiten, sondern ihnen Lebenskompetenzen mit auf den Weg zu geben, die sie für ihr späteres Leben nutzen und aus denen sie schöpfen können. Dazu gehört zum Beispiel, ein positives Selbstkonzept von sich zu entwickeln und eigene Stärken und Schwächen zu kennen und zu nutzen. Dies lernen die Kinder bei Aktivitäten, im Freispiel und im alltäglichen Gruppengeschehen, in das sie sich einbringen können und müssen. Sie lernen ihre Fähigkeiten durch Angebote der Schwerpunkttage kennen und merken, dass ihnen bestimmte Aktivitäten besser liegen als andere. Stetig erfahren sie aufs Neue ihre Fähigkeiten auszubauen, die ihnen nicht so leichtfallen.
Durch das soziale Miteinander in der Einrichtung, werden den Kindern gesellschaftliche Normen und Werte vermittelt. Das soziale Miteinander wird gestärkt und Kinder lernen spielerisch die Regeln unseres gesellschaftlichen Beisammenseins kennen. Wir möchten den Kindern bei uns ermöglichen, Fertigkeiten und Fähigkeiten zu erlernen und zu schulen, die ihnen ermöglichen, ihr Leben erfolgreich und glücklich zu meistern. Wir vermitteln stets die Freude daran, neues Wissen zu erlangen.
Einige Beispiele, die Kinder bei uns im Alltag spielerisch lernen und die ihnen helfen Lebenskompetenzen zu erlernen sind, dass wir im Morgenkreis täglich das Datum, die Jahreszeit und das Wetter besprechen. Somit lernen die Kinder, einen Kalender zu verstehen und spielerisch auf das Wetter und die Jahreszeit zu achten. Durch den rhythmischen Tagesablauf und wiederkehrende Prozesse können sich die Kinder an den Abläufen und Zeiten orientieren und lernen so im Austausch mit den Pädagogen die Uhrzeit kennen.
Wir vermitteln den Kindern, auf ihr Eigentum zu achten und es wertzuschätzen, da sie dies in der Schule selbständig tun müssen. Sie werden angeleitet, ihre persönlichen Gegenstände und gestalteten Dinge während des Alltages auf ihren Garderobenplatz zu bringen oder in ihrem Eigentumsfach zu lagern und dort Ordnung zu halten.
Kinder lernen bei uns von Anfang an, selbständig auf die Toilette zu gehen, sich anzuziehen und dafür die Verantwortung zu übernehmen. Sie dürfen selbst entscheiden, ob sie mittags schlafen oder ruhen wollen und erleben so auf ihre körperlichen Bedürfnisse zu achten und ihrem Körper bei Bedarf Ruhe oder Schlaf zu gönnen. Bei den Mahlzeiten entscheiden Kinder selbst, wann sie satt sind und während des Tages werden sie schrittweise daran gewöhnt, selbständig an das Trinken zu denken. Kinder sollen die Verantwortung für die eigenen Bedürfnisse tragen und sich um das eigene Wohl kümmern. Dadurch bekommen sie ein positives Selbstkonzept und stärken ihr Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.
Weiterhin haben Kinder bei uns den ganzen Tag und bei der gezielten wöchentlichen Sportstunde die Möglichkeit, ihrem individuellen Bewegungsdrang nachzugehen. Bewegung ist der Schlüssel für eine geistig und körperlich gesunde Entwicklung des Kindes und der Schlüssel für einen guten Start ins Leben. Durch das Bewegen im Raum erfahren Kinder Grundlagen der räumlichen Wahrnehmung, die sie zum Beispiel bei geometrischen Zeichen und der Mathematik benötigen. Weiterhin erlernen sie durch Bewegen und Erproben der eigenen körperlichen Fähigkeiten, Balance zu halten, die Auge-Hand-Koordination zu trainieren und somit ein positives Selbstkonzept zu erlangen, was wiederum die eigene Persönlichkeit stärkt. Sie lernen die eigenen Grenzen kennen.
Durch das interne Patensystem bekommen die Kindergartenkinder Patenkinder. Das sind die Kinder, die im September im Kindergarten neu anfangen. Diese Kinder werden im Alltag begleitet. Die Vorschulkinder lernen nicht nur für sich Verantwortung zu übernehmen, sondern auch ein jüngeres Kind zu begleiten und ihm zum Beispiel beim Anziehen zu helfen, zu zeigen, wo alles seinen Platz hat, oder es auch schon einmal in Schutz zu nehmen.
Durch regelmäßiges Vorlesen sollen Kinder befähigt werden Geschichten zu folgen. Als Vorbereitung auf die Schule lesen wir den Kindern Geschichten und Bücher vor, deren Handlung über mehrere Tage erzählt wird. Dadurch lernen sie Inhalten über einen längeren Zeitpunkt zu folgen und deren Handlungen zu verknüpfen.
In der Kinderkonferenz werden die Kinder zur Beteiligung und Diskussion angeleitet und lernen sich so mit verschiedenen Themen auseinander zu setzten, diese in der Gruppe zu erarbeiten und in Projekten und Angeboten zu vertiefen. Sie lernen die Grundlagen der Demokratie kennen und lernen zugleich, ihre Lebensprozesse selbst mitzubestimmen.
Im Freispiel geben wir den Kindern Raum für ihre Fantasie: sie lassen Bausteine zu einem Schatz werden, Tücher zu Drachen und Stäbe zu Pferden. Sie verwandeln sich spielerisch in andere Personen und können so Regeln neu anwenden, ihre geistige Vorstellungskraft schulen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Spielerisch eignen sie sich so neue Verhaltensweisen an, stimmen im Spiel mit anderen Kindern neue Regeln ab und eignen sich Regeln über physikalische Gesetzmäßigkeiten an. Sie schulen ihre Wahrnehmung und ihr Sozialverhalten, lernen sich in eine Gruppe zu integrieren und je nach Rollenspiel der Anführer oder der Geführte zu sein. Ganz natürlich gehen sie im Freispiel ihrem natürlichen Bewegungsdrang nach und trainieren den eigenen Körper. Dies sind Grundlagen, die ein Kind benötigt um den Unterricht ohne Ablenkung folgen zu können und sich in einer Gruppe von Kindern zurechtzufinden. Durch das Freispiel lernen die Kinder spielerisch alle Grundkenntnisse, die sie für ihr Leben benötigen und eigenen sich ein Selbstkonzept an, auf dessen Grundlage sie weiter ihr Wissen aufbauen und vertiefen können.
2.4. Bedeutung des Spiels
Spielen ist für Kinder ein elementares Lebensbedürfnis, das den größten Teil ihrer wachen Zeit ausfüllt. Das Spiel zählt als eine Form des Lernens. Im Spiel zeigt sich das lebendige Bedürfnis nach Bewegung und Tätigkeit. Kinder äußern dabei ihre Interessen und spielend setzen sie sich mit der Realität, der Umwelt, sowie mit Menschen und Gegenständen aus-einander. Durch das Spiel verarbeiten sie seelische Eindrücke, erproben im Rollenspiel neue Verhaltensweisen und erweitern ihr Wissen. Kinder entdecken und entfalten dabei ihre motorischen Fertigkeiten, wie z. B. ihren Gleichgewichtssinn und ihre Körperbeherrschung, setzen ihre sozialen Kompetenzen ein, verbessern ihre Sprache und üben den Gebrauch ihrer Sinne.
In unserer Einrichtung bieten wir den Kindern während des gesamten Tagesablaufes ver-schiedene Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten an, die sie weder über- noch unterfor-dern. Diese können sowohl geplant und gezielt, als auch spontan und situationsorientiert sein. Sie umfassen in der Regel alle Entwicklungsbereiche und sprechen alle Sinne an.
Während der Phase des individuellen Lernens können die Kinder in einer facettenreichen Umgebung ihre Bedürfnisse und Interessen ausleben. Sie haben genügend Freiraum, et-was selbst zu erforschen, für sich oder mit anderen zu spielen und zu erfahren. Kinder müssen für diese Form des Lernens nicht extra motiviert werden, da sie durch ihren verinnerlichten Spieltrieb getrieben werden. Im Vordergrund steht dabei die Eigenaktivität des Kindes. Aufgabe des pädagogischen Personals ist es, während der Phase des individuellen Lernens das Geschehen zu überblicken, um den Kindern gegebenenfalls Hilfestellung anzubieten, Anregungen zu geben sowie Situationen einzelner Kinder und die der Ge-samtgruppe zu beobachten und entsprechend zu reagieren.
Sowohl während der Phase des individuellen Lernens, als auch bei gezielten pädagogischen Angeboten, werden Forschungsdrang und Selbsttätigkeit gefördert. Dadurch wird die Welt für Kinder aus ihrer eigenen Anschauung und Erfahrung, durch Experimentieren und Probehandeln begreifbar.
2.5. Die pädagogische Tages- und Wochenplanung
Unsere pädagogische Arbeit geht von der Haltung und dem wertschätzenden Menschenbild aus. Im Vordergrund steht eine ganzheitliche Pädagogik, die das soziale und sachbezogene Lernen einbezieht und sich an Lebenssituationen, Lebenswirklichkeit und eigenen Bedürfnissen der Kinder orientiert. Bei unserer Arbeit beachten wir die täglichen und aktuellen Situationen der Kinder, damit sie ihre individuellen Erfahrungen, Erlebnisse und Bedürfnisse ausleben können. Wir orientieren uns ausschließlich am Kind, an dem, was es gerade interessiert, an dessen Wissbegierde, Neugierde, Wunsch, Lust und was es bei seinem täglichen Spiel beeinflusst. Wenn Kinder einen schlechten Tag haben, sie Ruhe benötigen, neue Herausforderungen suchen, oder anderen Interessen nachgehen wollen, gehen wir auf diese Situation und Lernprozesse der Kinder individuell ein.
2.6. Pädagogischer Tagesablauf
Nach dem Ankommen der Kinder (bis spätestens 08:30 Uhr), dem Morgenkreis und dem Frühstück, findet die Phase des individuellen Lernens, sowie die Gartenzeit, die Schwerpunktprojekte und die pädagogischen Angebote statt. Ab 11:20 Uhr findet bis 14.30 Uhr ein getrennter Tagesablauf für Krippen- und Kindergartenkinder statt, um besser auf die Bedürfnisse der jeweiligen Altersstufen eingehen zu können. Nach der Ruhezeit folgt die Brotzeit, anschließend die Gartenzeit und die Phase des individuellen Lernens, bei der die Kinder ihren eigenen Bedürfnissen und Interessen nachgehen können, bis sie abgeholt werden.
2.7. Pädagogische Schwerpunkte der Wochentag
Die Schwerpunktangebote finden in unserer Einrichtung an festen Wochentagen statt und können auch jährlich in den Tagen variieren.
Impulse zur Stärkung der gestalterischen und künstlerischen Kompetenz
Kreative und gestalterische Angebote zielen darauf ab, einen Erstkontakt mit diversen Materialien zu bekommen, um mit ihnen experimentieren zu können, eigene Ideen auszuprobieren und kreative Lösungen zu finden wie. Dies kann beispielsweise beim Gestalten eines Abbildes von sich selbst mit Papier, Farbe und anderen Materialien erfolgen. Die Kinder sollen verschiedene Maltechniken kennenlernen, Holzarbeit, Kneten und Konstruieren mit dem Einsatz verschiedenster Materialien. Die Fantasie der Kinder soll dabei an-geregt und die Entfaltung der Persönlichkeit unterstützt werden. Dabei arbeiten wir mit den Kindern prozess- statt ergebnisorientiert.
Impulse zur Sinneswahrnehmung
Kinder lernen durch die ganzheitliche Sinneswahrnehmung (Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen/Tasten, Hören, Einsatz des Gleichgewichtssinns und der Eigenwahrnehmung im Raum). Je mehr Sinne bei einer Tätigkeit angesprochen werden, desto intensiver findet Erleben und Lernen statt. Jedes Greifen eines Kindes ist ein Begreifen und jedes Fassen ist ein Erfassen. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass Kinder vielfältige Sinneserfahrungen machen können (z. B. Fühlen von verschiedenen Naturmaterialien, Fantasiereise, Körperentdeckung, Barfußparkour, Eincremen etc.) und ihre orale Phase ausleben dürfen.
Im Kindergartenalter wird die Wahrnehmung differenzierter. Die Sinnesangebote werden bei uns verstärkt mit Naturerlebnissen kombiniert. Ziel ist es, ein Verständnis für die Na-tur und Achtung vor Flora und Fauna zu entwickeln, die Umwelt mit allen Sinnen wahrzunehmen, die Sinne dafür zu schärfen und zu nutzen.
Sportstunde mit Kindergartenkindern
An diesem Tag geht es um körperliche Fitness in Kombination mit Stretching und Entspannungsübungen. Die Sportstunde besteht immer aus drei Teilen: Aufwärmtraining, Hauptteil und Schluss. In der Aufwärmphase bringen die Kinder ihren Kreislauf mit Bewegungsliedern und verschiedenen Dehnübungen in Schwung. Anschließend geht es in den Hauptteil über. Themen für diesen sind beispielsweise zielgerichtetes Werfen und Fangen, Balanceübungen, Rückwärts- und Seitwärtslaufen, Zirkeltraining, Partnerübungen, Gruppenspiele u.v.m. Wichtig ist, dass die Kinder am Ende jeder Sportstunde wieder zur Ruhe kommen. Dies gelingt ihnen am besten mit Traum- und Entspannungsreisen, gegenseitigem Massieren mit Igelbällen, Atemübungen etc. Die Kinder tragen dazu Sportkleidung mit festen Schuhen, die sie stets in einem Turnbeutel dabeihaben.
Impulse zur Stärkung der Bewegungskompetenz (Krippenkinder)
Kinder durchleben in den ersten drei Lebensjahren wichtige Entwicklungsschritte (z. B. Sitzen, Laufen, Sprechen, Tasten), die nur durch den Motor Bewegung angetrieben wer-den können. Gezielte Bewegungsangebote wie z. B. Erkunden einer Bewegungslandschaft, Bewegungslieder, Balancieren, Parcours, Bewegungsspiele, Kletterangebote im Freien, unterstützen diesen natürlichen Drang der Kinder nach Bewegung. Durch die gezielten Angebote zur Grobmotorik wird nebenbei die Sozialkompetenz, die Sprache und Kognition gefördert.
Täglich erhalten unsere Kinder Impulse zur Stärkung der Alltagskompetenz
Pädagogische Angebote in diesem Bereich bereiten die Kinder darauf vor, praktische, all-tägliche Dinge (z. B. Zähneputzen, Schuhe anziehen, Wasser ins Glas füllen, usw.) ohne Hilfe, mehr und mehr selbstständig und mit Freude bewältigen zu können. Sie lernen die Verwendung von alltäglichen Gegenständen (z. B. Schaufel und Besen, Gießkanne, Küchenwaage u. ä.) kennen und dürfen ihrem Alter und Können entsprechend, selbst aus-probieren und mithelfen (z. B. gemeinsames Einkaufen, Kuchen backen, Herbstblätter zusammenrechen, Tisch decken etc.).
Kindergartenprojekt
Das Kindergartenprojekt umfasst pädagogische Angebote für Krippenkinder, die im Folgejahr in den Kindergarten kommen. Diese Angebote sollen die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein hinsichtlich des Kindergarteneintrittes stärken und auf den kommenden Über-gang vorbereiten. Der Fokus liegt bei uns auf die selbständige Bewältigung von Alltagskompetenzen, wie An- und Ausziehen, Körperhygiene, Aufräumen, Spiele mit Farben und Formen, Verkehrserziehung, sprachliche Ausdrucksweisen durch komplexere Dialoge, etc. Die sozialen Kompetenzen werden durch Gruppenaktivitäten gestärkt. Durch die Rolle der „ältesten Krippenkinder“ gewinnen sie im letzten Krippenjahr noch ein-mal an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Anhand des bewussteren Umgangs mit den jüngeren Krippenkindern erhalten sie ein anderes Selbstverständnis von sich und ihrer Umwelt und Empathieverhalten (z. B. Mitleid) wird gestärkt. Bei gemeinsamen Ausflügen fahren sie nicht mehr im Buggy, sondern werden laufen. Somit werden sie beim Laufen sicherer und das Verhalten im Straßenverkehr wird geschult.
Vorschulische Erziehung
Im letzten Kindergartenjahr findet eine intensive Vorschulerziehung mit den Vorschulkindern statt. Durch diese möchten wir allen Kindern einen guten Übergang in die Grund-schule ermöglichen. In erster Linie stärken wir die emotionale und soziale Kompetenz, die besonders im letzten Kindergartenjahr ein wichtiges Thema ist, um den Alltag in der Schule später allein bewältigen und sich in der Klassengemeinschaft zurechtfinden zu können. Durch die vorschulische Erziehung soll ein guter Start in die Schule gewährleistet werden.
Impulse in der Natur und im Freiland
An diesem Schwerpunkttag geht es um die Vermittlung, Verantwortung für unsere Umwelt, Achtsamkeit im Umgang mit der Tier- und Pflanzenwelt zu erlernen. Weiterhin soll ein auch ein grundlegendes Maß an Gesundheitsbewusstsein und die Fertigkeit, sich in unserer Umgebung zurechtzufinden den, erreicht werden. Beispielsweise finden Angebote wie Bepflanzung des Gartenbeets, Bewegungsspiele im Freien bei unterschiedlichem Wetter, Ausflug an die Seen, Erkunden der näheren Umgebung statt. Die Natur bietet ein äußerst sinnliches Umfeld und den Reiz, sich zu bewegen. Beides gilt als Grundvoraussetzungen für jedes Lernen.
Impulse zu Naturwissenschaften und Technik (Stiftung Kinder forschen)
An diesem Tag werden den Kindern verschiedene Materialien zum Forschen und Experimentieren angeboten. Kinder haben die Möglichkeit, sich genauer mit dem Thema Natur und Technik auseinander zu setzen. Es werden Themen wie Feuer, Wasser, Luft und Erde angeboten, in denen die Kinder erste Grundkenntnisse mit diesen Elementen sammeln. Eigenschaften verschiedener Stoffe und die drei Aggregatzustände – Gas, flüssig und fest – werden kennengelernt. Kinder führen verschiedene Versuche und Experimente durch. Dabei steht kindgerechte Fachliteratur zum Selbstnachschlagen zur Verfügung.
Das Ziel liegt darin, selbstbestimmend eigene Erfahrungen zu sammeln und nicht das abfragbare Wissen, bzw. feste Inhalte zu vermitteln. Dabei wird nicht strikt nach einem Plan vorgegangen, sondern auf die Fragen und Interesse der Kinder eingegangen. Sehr wichtig ist auch, dass diese Experimente alltagsbezogen sind, damit alle Kinder diese verstehen und nachvollziehen können. Das Wichtigste dabei ist, dass die Kinder sich als Forscher sehen und Spaß am Forschen haben. Wie Aristoteles sagte: „Das Erstaunen ist der Beginn aller Naturwissenschaften.“
2.8. Die offene Arbeit
Durch die offene Arbeit wird den Kindern die Möglichkeit eingeräumt, sich in freigewählten Spielgruppen mit selbstgewählten Aktivitäten zu befassen. Wir haben keine Stamm-gruppen und Gruppenräume, sondern alle Kinder, die die Einrichtung besuchen, sind eine Gemeinschaft. In der Früh werden je nach Kinderzahl und Ankommen der Kinder die Aktionsräume geöffnet und die Kinder entscheiden in welchem Raum, mit welchen Kindern und mit welcher pädagogischen Kraft sie spielen möchten. Nach dem gemeinsamen Morgenkreis und Frühstück wählen die Kinder wieder die Aktionsräume, in denen Sie spielen möchten. Die pädagogischen Kräfte sind täglich fest in die Aktionsräume eingeteilt und die Kinder wählen nach eigenem Interesse, Neigung und Entwicklungsfenster täglich die Aktionsräume aus, in denen sie spielen und sich aufhalten möchten. In den verschiedenen Aktionsräumen finden täglich neben dem Freispiel und der Schwerpunkttage kleine Angebote, wie Bilderbuchbetrachtung, Portfolioarbeit mit den Kindern, kreative Angebote usw., statt. Zusätzlich ist fest im Vormittag das Freispiel im Garten verankert. Durch die selbstgewählten Räume und Aktivitäten sind gestiegene Spielfreude, das Engagement und die Begeisterung der Kinder sowie eine Erhöhung von Konzentration und Aufmerksamkeit zu beobachten. Zusätzlich haben die Kinder die Möglichkeit, ihren Bewegungsdrang, der gerade in den ersten Entwicklungsjahren des Kindes die Basis für seine ganzheitliche Förderung und Entwicklung ist, auszuleben. Zum Mittagessen treffen sich alle Kinder und für die Ruhezeit gehen die Kinder je nach Bedürfnis zum Schlafen in Schlafräume oder für eine Geschichte in einen dafür vorbereiteten Raum. Nach der Ruhezeit findet wieder eine Öffnung der Räume statt und nach der gemeinsamen Brotzeit gehen wir in den Garten oder öffnen die Aktionsräume.
Besonders zu erwähnen in der offenen Arbeit ist die Partizipation der Kinder, durch die die Kinder als aktive Gestalter und Akteure ihrer Umgebung von uns wahrgenommen werden. Wir vertrauen auf die Entwicklungspotenziale jedes einzelnen Kindes und darauf, dass jedes Kind durch seine selbstinitiierten, gesteuerten und geregelten Situationen optimale Lernvoraussetzungen für seine persönliche Entwicklung findet. Gerade die Öffnung nach innen bietet den Kindern eine Vielzahl von Möglichkeiten zur individuellen Entwicklung. Damit werden in großem Maße auch die kindliche Selbstentscheidung und Selbständigkeit gefördert und unterstützt.
Wir haben keine Stammgruppen, sondern zuständige Pädagogen. Die innere Öffnung ermöglicht allen Kindern, den pädagogischen Kräften, aber auch den Eltern, sich gegenseitig kennenzulernen. Dies hat den Vorteil, dass das Kind, im Falle eines Ausfalls seines Ansprechpartners, auch allen anderen pädagogischen Kräften vertraut. Es entfällt somit die Fixierung des Kindes auf eine Person. Kinder wählen selbst, mit welcher pädagogischen Kraft sie gerade zusammen sein wollen.
Weiterhin profitieren durch diese Öffnung nach innen sowohl die Kinder als auch die pädagogischen Kräfte von den sich ergänzenden Stärken und Kompetenzen, sowie den unterschiedlichen Persönlichkeiten. Durch die Altersmischung der Kinder wird ihnen ermöglicht voneinander zu lernen, verschiedene Beziehungen einzugehen, Verantwortung für jüngere Kinder zu übernehmen, Vorbilder zu suchen und ein Vorbild zu sein.
Die klaren Strukturen in Form von Ritualen im Tages- und Wochenablauf (Wochenplanung) sowie die genaue Raumverteilung und Verantwortung geben den Kindern die so wichtige Orientierung und Sicherheit im Tagesablauf.
Durch unsere Arbeit möchten wir die Kinder ein Stück auf ihrem Weg begleiten und ihre mitgebrachten Fähigkeiten fördern. Wir holen jedes Kind dort ab, wo es mit seinen Fähigkeiten steht, mit dem vollen Vertrauen in seine Lernkompetenzen und seiner Leistungsfähigkeit.
2.9. Eingewöhnung
Die Eingewöhnung ist ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit und dient der Entwicklung einer Beziehung zwischen Kind und Ansprechpartner. Eine emotional sichere Beziehung zum Ansprechpartner ist die wichtigste Voraussetzung für das weitere Lernen und die Bildung des Kindes: „Ohne Bindung keine Bildung“. Aus diesem Grund geben wir uns zur Eingewöhnung so viel Zeit, wie das Kind benötigt. Wir orientieren uns immer in erster Linie an den Bedürfnissen des Kindes.
Wenn ein Kind in die Einrichtung aufgenommen wird, ist es in den ersten Wochen unser Ziel, das Kind so sanft wie möglich an seine neue Umgebung, seine neuen Spielkameraden und an seine neuen Betreuungspersonen zu gewöhnen. Durch eine schrittweise und dem einzelnen Kind angepasste, langsame Eingewöhnung, ermöglichen wir dem Kind und sei-nen Eltern, ein Vertrauensverhältnis zu uns aufzubauen.
Damit die Eingewöhnung als positive Erfahrung erlebt wird, ist es wichtig, die Bedürfnisse aller Beteiligter, des Kindes, der Eltern und des Teams zu respektieren und zu berücksichtigen.
Um die Eingewöhnung individuell gestalten und planen zu können, findet im Vorfeld das Eingewöhnungsgespräch statt. Dieses Gespräch dient dem Kennenlernen und dem Informationsaustausch zwischen Eltern und Einrichtung. Hierbei stehen das Kind und seine Gewohnheiten im Vordergrund. Außerdem werden Fragen geklärt, welche die Eltern noch interessieren.
Die Eingewöhnung in unserer Einrichtung setzt sich aus dem „Münchner“ und dem „Berliner“ Eingewöhnungsmodell zusammen.
Die Eingewöhnungszeit dauert grundsätzlich zwischen drei bis sechs Wochen bei Kinderkrippenkindern und zwei bis drei Wochen bei Kindergartenkindern. Daher ist es wichtig, dass die Eltern genügend Zeit einplanen, bevor sie wieder ihrem Beruf nachgehen.
Kinderkrippe
In den ersten zwei Tagen, der sogenannten „Grundphase“, kommt das Kind mit einem Elternteil in die Einrichtung. Kind und Elternteil bleiben während der ganzen Zeit gemein-sam in der Gruppe. In diesen Tagen haben die Eltern und das Kind die Möglichkeit, die verschiedenen Phasen des Tagesablaufs gemeinsam kennenzulernen. Die Eingewöhnung beginnt grundsätzlich in einem Raum, mit dem sich das Kind vertraut machen kann und der ihm anfangs Sicherheit und Orientierung geben soll. Beim Ankommen wird das Kind von seinem zuständigen Pädagogen begrüßt und entgegengenommen. Bei den ersten Mahlzeiten wird das Kind noch von den Eltern gefüttert bzw. isst selbst und das Elternteil sitzt daneben. Erst nach und nach wird der Pädagoge versuchen das Kind zu füttern. Auch das Wickeln wird in den ersten Tagen von den Eltern durchgeführt, erst nach und nach übernimmt der Pädagoge auch dies.
Damit das Kind seinem natürlichen Schlafrhythmus nachkommen kann, wird es nach Be-darf auch in dieser Zeit von dem zuständigen Pädagogen oder dem Elternteil zum Schlafen gelegt.
Ab dem vierten Tag, der sogenannten „Stabilisierungsphase“ fängt die erste Trennung an. Eltern begleiten das Kind, bleiben über eine bestimmte Zeit im selben Raum, dann verabschieden sie sich und warten in unserem Elternbereich innerhalb der Einrichtung, bis Sie von einem Pädagogen wieder in den Raum geholt werden, um das Kind abzuholen.
Am ersten Trennungstag bleibt das Kind nur ca. 10 – 30 Minuten allein. An den folgenden Tagen wird sich die Aufenthaltsdauer des Kindes ohne Elternteil steigern. Ab dem ca. elften Tag kann das Kind von dem Ansprechpartner zum Schlafen gelegt werden. Der ganze Eingewöhnungsprozess wird immer den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Kindes angepasst.
Neue Eingewöhnungsschritte werden immer mit den Eltern genau besprochen und erst dann durchgeführt, wenn sich der Ansprechpartner sicher sein kann, dass das Kind den vorherigen Schritt ohne Probleme bewältigt hat. Um den Ablauf zu festigen und dem Kind Sicherheit zu gewähren, soll jeder der Schritte mindestens zwei Tage dauern. Einen Ein-gewöhnungsverlauf mit den jeweiligen Schritten erhalten Eltern bei dem Aufnahmegespräch.
Eine so gestaltete Eingewöhnungszeit soll dem Kind die Möglichkeiten geben, behutsam und allmählich in die neue Situation hineinzuwachsen, sich mit den vielfältigen neuen Eindrücken aktiv auseinanderzusetzen und Gefühle von Schmerz und Trauer bei der Trennung zu bewältigen.
Lässt sich das Kind nach diesen Tagen in der Abwesenheit der Eltern in Belastungssituationen von den Pädagogen trösten und setzt es sich interessiert und aktiv mit seiner Umgebung auseinander, dann können wir sagen, die Eingewöhnung ist abgeschlossen.
Auch nach Abschluss der Eingewöhnungsphase kann das Kind beliebig lange bei seinem zuständigen Pädagogen bleiben, bis es sich sicher genug fühlt, Neues zu erkunden. Die Entwicklung einer sicheren Beziehung ist die Voraussetzung für Explorieren/ Lernen.
Kindergarten
Die Kinder, die innerhalb des Hauses in die Kindergartengruppe wechseln, besuchen diese im Vorfeld des Wechsels bei ihren Aktivitäten, wie zum Beispiel bei pädagogischen Ange-boten, Vorlesen im Entdeckerraum, die Kindergartensportstunde oder die Kinderkonferenz. Da wir ein offenes Haus sind, sind den Kindern alle Pädagogen, sowohl im Kindergarten- als auch im Kinderkrippenbereich bekannt. Entsprechend kurz ist die Eingewöhnungsphase. Es gibt ein Übergangsgespräch, sozusagen als Abschluss der Kinderkrippenphase und nach ungefähr zwei Wochen ein Eingewöhnungsgespräch, um die vergangenen Wochen gemeinsam zu reflektieren.
2.10. Beobachtung und Dokumentation der Lern- und Entwicklungsprozesse
Die Beobachtung und Dokumentation der Aktivitäten und Verhaltensweisen von Kindern ist ein zentraler Punkt in der täglichen Arbeit mit Kindern geworden.
Beobachten und Dokumentieren bedeutet, das Augenmerk auf die Details des kindlichen Entwicklungsverlaufs zu legen, um Fortschritte, Veränderungen sowie auch Interessen, Vorstellungen und Kompetenzen der Kinder bemerken und festhalten zu können.
Um die Entwicklungsschritte zu beobachten und zu dokumentieren, arbeiten wir für die Kinderkrippenkinder mit der wissenschaftlich überprüften „Entwicklungstabelle nach Prof. Dr. Kuno Beller“. Für die Kindergartenkinder werden, außer der Beller Entwicklungstabelle für die Dreijährigen, noch PERIK und die Beobachtungsprotokolle SISMIK und SELDAK als Spracherhebungsbögen verwendet. SISMIK und SELDAK werden zusätzlich im vorletzten Kindergartenjahr für die Erhebung der Kinder für den „Vorkurs Deutsch 240 eingesetzt. Um diese Beobachtungsinstrumente als professionelle Grundlage für die Entwicklungsgespräche zu verwenden, werden die Kinder in regelmäßigen Abständen gezielt beobachtet. Zusätzlich finden spontane Beobachtungen in der Phase des individuellen Lernens statt.
Der Entwicklungsstand und die vorhergegangenen Entwicklungsschritte eines jeden Kindes in unserem Kinderhaus werden von Anfang an in Form eines „Portfolios“ erfasst. Jedes Portfolio enthält schriftlich dargelegte pädagogische Beobachtungen sowie auch einige von Eltern gestaltete Seiten. Die Entwicklungsschritte werden nicht nur in schriftlicher Form, sondern auch mit Hilfe von Fotos festgehalten. Das Portfolio ist ein Dokumentations- und Planungsinstrument. Es dient sowohl als Grundlage für die regelmäßig anstehenden Entwicklungsgespräche, als auch dem Informationsaustausch zwischen dem pädagogischen Personal und den Eltern. Das Portfolio ist jederzeit jedem im täglichen Einrichtungsgeschehen zugänglich: den Kindern, dem pädagogischen Team und den Eltern. Kin-der lernen durch Reflexion und Wiederholung. Das Portfolio unterstützt die Kinder, sich an Situationen, Personen oder Erlebtes zu erinnern, es sprachlich wiederzugeben und zu vertiefen. Sie lernen, ihre Wünsche und Ideen zu äußern und sich selbst zu reflektieren.
2.11. Inklusion
Wenn wir beobachten, dass ein Kind in seiner Entwicklung besondere Unterstützung benötigt, ist es als Erstes wichtig, genau zu beobachten, Unterstützungsmöglichkeiten her-auszufinden und zu besprechen, wie und in welcher Form diese in den Alltag integriert werden können. Wichtig ist es, alle Maßnahmen mit den Eltern gemeinsam zu erarbeiten, um das Bestmögliche für das Kind zu erreichen. Dies kann z. B. eine Zuhilfenahme von therapeutischen Fachdiensten in unserer Einrichtung sein. Dadurch können wir dem Kind ermöglichen, am Alltag in der Einrichtung teilzunehmen. Wichtig ist uns dabei immer ressourcenorientiert mit dem Kind, den Eltern und den therapeutischen Fachdiensten zusammenzuarbeiten mit dem Ziel: „Welche Fähigkeiten und Ressourcen hat das Kind und wo können wir an diese anknüpfen?“ Weiterhin ist die Arbeit im Team von großer Bedeutung: „Wie gehen wir damit um?“, „welche Philosophie wollen wir verfolgen?“. Eine positive Atmosphäre für das Thema „Inklusion“ im Team zu schaffen, kommt hier besondere Bedeutung zu.
Alle Hilfen für das Kind werden in den pädagogischen Alltag eingebettet und finden nicht isoliert davon statt. Wir vermitteln Eltern zu externen Fachdiensten, wenn wir nicht mehr weiterhelfen können. Dies bezieht sich auch auf Beratungsstellen zur Hilfe zur Erziehung, wie zum Beispiel: Jugendamt, Frühförderstellen, Referat für Bildung und Sport, Fachärzte, Therapeuten, Familientherapeuten und Beratungsstellen der Jugendhilfe.
2.12. Unser Schutzkonzept zur Sicherung der Rechte der Kinder und zur Wahrung der Intimsphäre und Privatsphäre, nach dem Bundeskinderschutzgesetz - BkiSchG
Im Mittelpunkt unseres Schutzkonzeptes stehen der grenzachtende Umgang, das soziale Lernen, sowie der selbstbestimmende Umgang mit dem eigenen Körper. Wir schützen die Intim- und Privatsphäre der Kinder. Grundlage dieses Schutzkonzeptes ist das Bundeskinderschutzgesetz – BKiSchG. Wir schaffen in unserer Einrichtung eine vertrauensvolle Umgebung, in der Kinder von sich aus zu Wort kommen möchten, wir ihnen zuhören und sie sich selbstbestimmt entwickeln. Wir geben den Kindern die Möglichkeit und den Raum zur Partizipation. Durch unsere Öffnung nach Innen ermöglichen wir den Kindern im Alltag vielfältige Möglichkeiten selbstbestimmt ihren Alltag zu gestalten. Hierbei achten wir zusätzlich auf die Kinder mit Behinderung oder von Behinderung bedrohter Kinder gemäß § 99 SGB IX (Eingliederungshilfe, ehemals § 53 SGB XII). Wir beobachten und achten darauf, wie wir je nach Entwicklungstand der Kinder oder geistigem und körperlichem Handicap die Mit- und Eigenbestimmung fördern und nicht Entscheidungen über die Kinder hinweg fällen. Hier muss das pädagogische Team individuelle Wege finden, um Gehör und Beteiligung zu schaffen.
Um die Rechte und den Schutzauftrag gegenüber den Kindern erfüllen zu können, ist die gesamtpädagogische Leitung Ansprechpartner für Kinder, Eltern und alle pädagogischen Kräfte. Sie ist dafür verantwortlich, dass der Schutzauftrag gegenüber den Kindern eingehalten und umgesetzt wird und dass für die Kinder ein Umfeld geschaffen wird, in dem sie die Partizipation erleben und leben können. Kinder lernen bei uns ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zu befriedigen. Wir bestärken sie darin „Nein“ zu sagen, wenn sie etwas nicht möchten.
Im Weiteren haben wir im Team Verhaltensregeln im Umgang mit den Kindern erarbeitet, um ihre Intimsphäre/Privatsphäre zu bewahren und zu schützen.
Wir achten beim Wickeln darauf, dass
- die Kinder nur vom pädagogischen Team gewickelt werden (nicht von Kurzzeit-Praktikanten, Hospitanten oder anderen Eltern). Ausnahme sind Jahrespraktikanten, die die Kinder nach der Kennenlernphase wickeln dürfen.
- neue Mitarbeiter zu Beginn fragen, ob die Kinder von ihnen gewickelt werden möchten.
- die Türen geschlossen sind und ein Schild mit folgender Aufschrift an der Tür hängt: „Bitte nicht stören, wir werden gerade gewickelt“, „wir gehen gerade auf die Toilette“.
- Kinder, die gerade eine neue Windel bekommen, gefragt werden sollen, ob andere Kinder zuschauen dürfen.
- in der Eingewöhnungsphase wickelt zunächst der Elternteil das Kind im Beisein des Pädagogen. Im Laufe der Eingewöhnung wickelt dann der Pädagoge das Kind und die Eltern schauen zu, bis dann der Pädagoge das Kind allein wickelt.
- beim Säubern und Eincremen der Kinder Handschuhe getragen werden.
- ein „Nein“ eines Kindes akzeptiert wird.
Wir achten beim An- und Ausziehen darauf, dass
- die Kinder nicht nackt durch die Einrichtung oder den Garten laufen.
- wir den Kindern beim Baden Schwimmwindeln, Windeln oder Badebekleidung anziehen.
- wir den Kindern die Möglichkeit bieten, sich selbst an- oder auszuziehen und ihnen lediglich unsere Hilfe anbieten.
- die Kinder nur vom pädagogischen Team an- und ausgezogen werden (nicht von Kurzzeit-Praktikanten, Hospitanten oder anderen Eltern).
- neue Mitarbeiter zu Beginn fragen, ob die Kinder von ihnen an- oder ausgezogen werden möchten.
- beim Umziehen oder Duschen der Kinder die Türen geschlossen sind und ein Schild mit folgender Aufschrift an der Tür hängt: „Bitte nicht stören, wir werden gerade gewickelt“, „wir gehen auf die Toilette“.
Wir achten beim Fotografieren darauf, dass
- wir keine Fotos machen, auf denen die Genitalien der Kinder zu sehen sind.
Wir achten beim Körperkontakt mit einem Kind darauf, dass
- wir die Kinder nicht küssen.
- wir sie nur dann auf den Schoß oder Arm nehmen, wenn die Kinder signalisieren, dass sie es möchten.
- wir ein „Nein“ eines Kindes akzeptieren.
Wir achten beim Schlafen und der Ruhezeit darauf, dass
- jedes Kind sich nach seinem eigenen Bedürfnis ausruhen oder schlafen kann.
- wir ein Kind beim Einschlafen nur streicheln, wenn es das möchte.
- wir schlafende Kinder nicht durch Körperkontakt wecken und ihr Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf akzeptieren.
Wir achten auf die Regeln für Doktorspiele der Kinder
- Jedes Mädchen und jeder Junge bestimmt selbst, mit wem sie/er Doktorspiele spielt.
- Ein „Nein“ von einem anderen Kind muss akzeptiert werden.
- Kein Mädchen und kein Junge tut einem anderen Kind weh.
- Es werden keine Gegenstände in Körperöffnungen eingeführt.
- Größere Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben bei Doktorspielen nichts zu suchen.
Wir achten darauf, dass unsere Eltern/Hospitanten/Kurzzeit-Praktikanten
- Kinder nicht einfach hochheben.
- ein Kind nur dann auf den Arm oder Schoß nehmen, wenn das Kind es selbst möchte.
- Kinder nicht mit eigenem Fotoapparat oder Handy/Smartphone fotografieren.
- nicht allein mit Kindern im Raum gelassen werden.
- die Verschwiegenheitserklärung/Verhaltensanweisungen unterschreiben und die Regeln einhalten.
Wir achten bei Kindern mit Behinderung oder von Behinderung bedrohte Kinder gemäß § 99 SGB IX (Eingliederungshilfe, ehemals § 53 SGB XII) darauf, dass
- wir Wege finden, dass diese Kinder entsprechend Ihren Möglichkeiten, mitbestimmt den Alltag mitgestalten können
- ein Nein, auch in nonverbaler körperlicher Ablehnung ausgedrückt, akzeptieren und in besonderer Form annehmen
- wir Möglichkeiten der Mitbestimmung und Äußerung auch nonverbal durch pädagogisches Handeln und Feingefühl schaffen
- wir in besonderem Maß die Intimsphäre und Privatsphäre der Kinder achten und auf Grundlage dieses Schutzkonzeptes handeln
- wir für diese und alle Kinder, die die Einrichtung besuchen, gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme durch pädagogische Standards und Handeln schaffen.
Bei Grenzüberschreitungen
- vom Kind ausgehend, zeigen wir dem Kind Grenzen auf, wenn es zu weit geht.
- vom Personal ausgehend, wird die Einrichtungsleitung sowie die gesamtpädagogische Leitung umgehend informiert, sobald ein Verdacht naheliegt, dass ein Kind einen besonderen Hilfebedarf benötigt. Das Vorgehen in solchen Fällen richtet sich nach der Münchner Grundvereinbarung zu § 8a und § 72a SGB VIII.
2.13. Chancengleichheit
Durch unsere Arbeit mit den uns anvertrauten Kinder und deren Familien möchten wir allen die gleichen Rechte für den Start in ein eigenständiges und zufriedenes Leben geben. Dazu gehört, dass wir in unserem Alltag allen Kindern die gleichen Rechte und den gleichen Wert geben, egal aus welchem Land und aus welchem familiären Hintergrund die Kinder stammen und kommen. Wir schaffen in unserer Kita einen Ort, an dem alle eine wertschätzende Behandlung und Zuwendung erfahren und sich als Teil der Gemeinschaft fühlen und die Möglichkeit haben einen Beitrag leisten zu können.
Wir thematisieren die Chancengleichheit der Kinder in Teamsitzungen und gehen als Träger gegen Zuwiderhandeln und Ausgrenzung von einzelnen Gruppen und Personen vor.
Alle Kinder erhalten bei uns in der Kita drei Mahlzeiten und die Kinder haben so alle die Möglichkeit zu jeder Mahlzeit ein vollwertiges und gesundes Essen zu erhalten, egal aus welchem sozialen Umfeld sie stammen (s. Kapitel 8. Ernährung).
Die Kinder erhalten alles nötige, was sie für eine körperliche Unversehrtheit brauchen, und jedes Kind hat in der Kita die gleichen Mittel zur Verfügung, die wir individuell einsetzen. Wir haben als Beispiel für die Kinder Wechselwäsche aus Spenden und wir stellen alle Pflege- und Hygieneartikel bis auf die Windeln in der Einrichtung. Ebenso putzen wir die Zähne mit den Kindern und stellen dafür die Materialen.
Es gibt ein jährliches Ausflugsbudget, das jedem Kinder ermöglicht an den geplanten Ausflügen teilzunehmen. Gleichzeitig ist es ist uns wichtig viele kostenlose Angeboten in der näheren Umgebung der Kita wahrzunehmen. Dazu gehört zum Beispiel die Aubinger Lohe oder die Stadtbibliothek. Außerdem nutzen wir die Vernetzung in unserem Stadtteil und kooperieren beispielsweise mit der Polizei oder der Feuer-wehr.
Durch unsere Sprachkonzeption und den Schwerpunkt sprachliche Bildung im Alltag, fördern wir besonders nochmal die Kinder, die aus einem anderen Sprachraum kommen und bei uns in der Kita Deutsch als Zweitsprache lernen. Dazu haben wir besondere Sprachmaterialen und legen besonders viel Wert auf die sprachliche Begleitung im Alltag.
Bei uns werden Kinder mit Deutsch als Zweitsprache und Kinder aus sozial schwachen Familien betreut. Hierbei ist uns besonders wichtig mit den Familien auf Augen-höhe zu kommunizieren und bei Bedarf auch vermehrt Entwicklungsgespräche anzubieten, um den Kindern und Familien Hilfe im Alltag und bei der Erziehung zu geben. Bei Bedarf vermitteln wir an unterstützende und beratende Behörden, Organisationen und Vereine.
Im Vordergrund aller Bemühungen steht das einzelne Kind und der wertschätzende Um-gang mit seinen Ressourcen und Fähigkeiten. Wir setzten bei den Kindern an deren Stärken an, um sie zu befähigen, an dem gesellschaftlichen Geschehen teil-zunehmen und ein zufriedenes Leben in der Gemeinschaft zu führen.
2.14. Beschwerdemanagment
Wir haben ein internes Beschwerdemanagement – System bei dem die Eltern, Mitarbeiter und Besucher ihre Beschwerde schriftlich in einem Beschwerdebogen mitteilen können und wir diesen bearbeiten.
Durch die Öffnung nach innen haben die Kinder die Möglichkeit ihre Anliegen und Wünsche an jeden Mitarbeiter, der in der Einrichtung arbeitet, zu richten. Sie sind nicht nur auf eine pädagogische Kraft bezogen, sondern können Kontakt zu allen Mitarbeitern auf-nehmen. Dadurch können Beschwerden über andere Mitarbeiter von Seiten der Kinder offen angesprochen werden.
Durch unseren Schwerpunkt Sprache ist es uns ein Anliegen im Alltag mit den Kindern in einem engen sprachlichen Austausch zu sein und den Kindern den Raum für Fragen und Antworten zu geben. Wir nehmen die Kinder ernst. Die Teams werden hierzu von der Einrichtungsleitung angeleitet und auch geschult.
Die Kinder können in der wöchentlichen Kinderkonferenz Themen bearbeiten und Beschwerden abgeben und gemeinsam Lösungen finden. Für Kindergartenkinder findet ein-mal im Monat eine Leitungssprechstunde statt, in der die Kinder im Vieraugengespräch mit der Einrichtungsleitung ihre Themen, Beschwerden und Anliegen vortragen können. Sie schreibt ein Protokoll über das Gespräch und bearbeitet die Themen und Beschwer-den der Kinder mit dem Team.
Die Mitarbeiter haben alle sechs bis acht Wochen eine Supervision mit einer externen Fachkraft und können ihre Anliegen und Beschwerden hier bearbeiten. Einmal im Jahr findet eine anonyme Mitarbeiterbefragung statt, deren Auswertung mit dem Team besprochen und bearbeitet wird.
Jederzeit ist die Einrichtungsleitung ein vertrauensvoller Ansprechpartner für die Mitarbeiter und auch das gesamtpädagogische Team kann bei Beschwerden für ein Gespräch kontaktiert werden.
Die Eltern werden in jährlichen Elternbefragungen zu ihrer Zufriedenheit befragt und können ihre Wünsche, Anliegen, Beschwerden u. ä. mitteilen. Die Einrichtungsleitung nimmt die Beschwerden der Eltern ernst. Weiterhin bieten wir den Eltern jederzeit Elterngespräche an. Das Gesamtpädagogische Team ist jederzeit kontaktierbar und kann Beschwerden seitens der Eltern aufnehmen.
Für Hinweise, Anliegen, Ideen usw. ist zudem ein Elternbriefkasten im Eingangsbereich jeden Hauses angebracht.
Einmal jährlich wählen die Eltern eine Elternvertretung. Die Mitglieder des Elternbeirates sind für alle Eltern und Besucher gut sichtbar im Eingangsbereich jeder Einrichtung ausgehängt und stehen den Eltern für Fragen und Hinweise zur Verfügung, oder vermitteln bei Bedarf zwischen Leitung oder Träger. Im Elternbereich ist zudem die Handreichung für Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Kindertageseinrichtungen des Bayerischen Staatsministerium offen und für jeden einsehbar ausgelegt.
3. Pädagogisches Personal
Aufgaben des pädagogischen Personals
Unsere Aufgabe ist es,
- während der Phase des individuellen Lernens die Aufgabe der Beobachter zu übernehmen.
- zuzulassen, dass Kinder mit Materialien experimentieren und so selbst, ohne Eingriff von uns, Entdeckungen und Erfahrungen machen können.
- Anreize zu schaffen, die Neugierde erzeugen bzw. die Kinder motivieren.
- den Kindern zu ermöglichen, selbst Lösungen zu finden, auch wenn es einen einfacheren Weg gäbe, der weniger anstrengender wäre.
- die kreativen Lösungen und Interpretationen der Kinder zu akzeptieren, damit das Wohl der Kinder und das soziale Zusammenleben in der Gruppe nicht gefährdet oder gestört wird.
- aus den Beobachtungen in der Phase des individuellen Lernens Impulse für die Planung von Projekten zu empfangen und zu entwickeln.
- das Spielen und Lernen der Kinder während der ganzen Zeit zu betreuen, sodass im geeigneten Augenblick Lernfortschritte bekräftigt und verstärkt werden können.
- den Kindern Ermutigung und Hilfestellung zu geben.
- neue Lernanreize zu schaffen und Interesse an entwicklungsfördernden Aktivitäten zu wecken.
- positive Verhaltensweisen und die Kooperation zwischen den Kindern zu verstärken sowie nichtaggressive Formen der Konfliktbewältigung und der Findung von Problemlösungen anzustreben.
- alle Kinder bei der sozialen Inklusion zu unterstützen.
- den Kindern Hilfen zur Lebensbewältigung zu geben, indem wir ihnen individuelle, soziale und sachbezogene Kenntnisse, Grundfertigkeiten und Haltungen vermitteln.
- den Kindern die Möglichkeit einzuräumen, sich eigenständig bei den Planungs- und Entscheidungsprozessen und bei den Mitbestimmungen einzubringen.
- Dialogpartner der Kinder zu sein und sie sprachlich über den ganzen Tag zu begleiten.
Es ist uns wichtig,
- die Persönlichkeit und die Individualität jedes Kindes zu respektieren und sehr behutsam mit dem Kind umzugehen.
- auf die individuellen Bedürfnisse und Interessen des Kindes einzugehen.
- die Kinder zu ermuntern, sich in ihrer Subjektivität und in ihrem Eigensinn zu zeigen und sie darin zu bestärken, eigenverantwortlich zu handeln.
- jedem Kind eine achtungsvolle und wertschätzende Haltung entgegenzubringen.
- Kindern von Anfang an beizubringen, für sich und das kleine Gemeinwesen der Einrichtung Verantwortung zu übernehmen.
- Entwicklungsschritte jedes Kindes individuell und ganzheitlich, entsprechend seiner sozialen, kognitiven, emotionalen und körperlichen Entwicklung, mit unserem pädagogischen Handeln zu unterstützen und zu fördern.
- das Wohlbefinden der Kinder zu garantieren (auch durch sorgfältige Pflegemaßnahmen, wie Ruhephasen, Körperpflege, Essen etc.).
3.1. Teamarbeit
Unsere Arbeit als Pädagogen ist in den letzten Jahren in mehrfacher Hinsicht komplexer und anspruchsvoller geworden. Um die Qualität unserer pädagogischen Arbeit zu sichern, stellen wir sicher, dass wir unsere Kenntnisse und Kompetenzen durch verschiedene Fort- und Weiterbildungen erweitern und sie auf dem neuesten Stand halten.
Wir bringen in unsere Arbeit ein: Sensibilität, Empathie, Flexibilität, Kreativität, kulturelle und religiöse Aufgeschlossenheit, Kooperationsfähigkeit, Kontakt- und Beziehungsfähigkeit, Beratungsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, kommunikative Kompetenz, Selbstbewusstsein sowie Selbstvertrauen.
Der Grundgedanke unserer Arbeit ist eine gute Zusammenarbeit im Team. Nur dadurch können wir gute, erfolgreiche und qualifizierte Arbeit leisten und den Tag durch eine ruhige und liebevolle Atmosphäre kennzeichnen.
Im Team ist uns wichtig, dass jedes Mitglied ernst genommen und jede Meinung angehört wird. Entscheidungen werden nach reiflicher Überlegung und Diskussion getroffen und nach innen, wie auch nach außen, vertreten. Der Wille zu aktiver Teamarbeit und der Einsatz der persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie das Engagement im und für das Team bereichern uns und somit alle im Kinderhaus beteiligten Partner.
Um eine gute Teamarbeit auch gewährleisten zu können, werden nach Bedarf, jedoch spätestens alle 6 bis 8 Wochen, Supervisionen mit einer externen ausgebildeten Fachkraft durchgeführt.
Darüber hinaus werden regelmäßig Teamsitzungen abgehalten (ca. 1,5 Stunden außerhalb der Betreuungszeit). Diese Teamsitzungen sind ein selbstverständlicher, wichtiger und zentraler Bestandteil der pädagogischen Arbeit und bieten allen pädagogischen Kräften die Möglichkeit zum Kontakt und zum Gespräch. Diese Treffen dienen dem gemeinsamen Austausch über pädagogische Themen, Fallbesprechungen und Struktur der pädagogischen Aktivitäten. Es werden Aufgaben geplant, verteilt, koordiniert und die Arbeit wird anschließend reflektiert. Es werden Meinungen ausgetauscht, Standpunkte angehört und Ziele vereinbart. Jede Teamsitzung wird schriftlich dokumentiert. Die Atmosphäre unserer Teambesprechung ist von gegenseitiger Achtung, Vertrauen und Wertschätzung geprägt. Zusätzlich findet montags zwischen 13:00 – 13:30 Uhr eine Wochenbesprechung statt, bei der die wichtigen pädagogischen und organisatorischen Angelegenheiten für die betreffenden Woche thematisiert werden.
Im Weiteren steht jeder pädagogischen Kraft eine individuelle Vorbereitungszeit zur Verfügung, während dieser sie ihre vielfältigen Aufgaben zu erledigen und erarbeiten hat: z.B. Vor- und Nachbereitung von Entwicklungsgesprächen und Beobachtungen.
Zweimal im Jahr trifft sich das Team zum „Klausurtag“, an dem die bisherige pädagogische Arbeit reflektiert wird und Planungen für das kommende Bildungsjahr vorgenommen werden.
4. Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Institutionen
Um die uns anvertrauten Aufgaben gewissenhaft erfüllen zu können, arbeiten wir als Einrichtungen der Trägerschaft „KTS Verwaltungs GmbH“ untereinander eng zusammen so-wohl im Erfahrungsaustausch als auch personell. Wir versuchen uns stets mit anderen Kindertageseinrichtungen, Dienststellen und Ämtern wie z. B. dem Referat für Bildung und Sport, Sozialbürgerhäuser, Frühförderstellen sowie Erziehungs- und Familienberatungs-stellen auszutauschen und informell zu erweitern.
Die Einrichtung ist in ein soziales System und in der Umwelt eingebettet. Es ist uns wichtig, einen realen Bezug zu dieser Umwelt aufzubauen. Durch unsere Schwerpunkttage können und müssen wir diese Umwelt im Stadtteil miteinbeziehen. Dazu gehören Ausflüge in die Umgebung, die Erkundung der Nachbarschaft, der Natur und des Landes, u. a. am Schwerpunkttag „Natur und Freiland“. Wir gehen mit den Kindern einkaufen und besorgen Materialien, die wir für unsere pädagogische Arbeit benötigen. Wir besuchen mit den Kindern öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel Museen, Bibliotheken, Postämter, machen Führungen in Kaffeeröstereien und Bäckereien, kaufen auf Märkten frisches Obst und Gemüse, laden Imker und Falkner ein, veranstalten Waldwochen oder besuchen einen Ameisenspielplatz, um fundierte Fachkenntnisse zu erlangen. Der zuständige Kontaktbereichsbeamte unseres Stadtteils führt jährlich das Schulwegtraining mit den Vor-schulkindern durch und im Rahmen einer guten Zusammenarbeit besuchen wir, wenn möglich, die Polizeistation und die örtliche Feuerwehr.
Einmal im Jahr gibt es einen Tag der offenen Tür, an dem interessierte Eltern eingeladen sind, um die Einrichtungen zu besuchen und kennenzulernen. Wir versuchen den Kindern einen Einblick in ihre Umwelt zu geben und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie ihr Wissen erweitern können. Der Stadtteil, in dem unsere Einrichtung liegt, wird in unseren pädagogischen Alltag miteinbezogen und ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit mit den Kindern.
Wir kooperieren und vernetzen uns auch mit anderen Einrichtungen wie Kinderkrippen und Kindergärten. Um unsere vorschulische Erziehung durchführen zu können, arbeiten wir eng mit unserem Schulsprengel, der Grundschule Lerchenauer Straße, zusammen. Hier findet auch der Vorkurs Deutsch 240 statt und ein jährliches Kooperationstreffen. So können wir die Vorschulkinder optimal auf die Schule vorbereiten.
Um den Eltern soziale Fachdienste zu vermitteln, ist es wichtig, dass wir uns als Einrichtung mit diesen vernetzen. Dazu gehören zum Beispiel Arztpraxen, das Gesundheitsamt, Frühförderstellen, unser zuständiges Sozialbürgerhaus, Beratungsstellen für Erziehungs-fragen, Kinderpsychologen, Sprachtherapeuten usw. Die Leitung der Einrichtung nimmt Erstkontakt zu diesen Stellen auf und sorgt für eine gute Vernetzung der Einrichtung. Auch im Sinne unseres Schutzauftrags nach §8a SGB VIII müssen wir uns mit den zuständigen Fachdienststellen vernetzen. In diesem Bezug ist es uns auch wichtig, das Team über lokale Stellen wie z. B. „AMYNA“ weiterzubilden. Ebenso arbeiten wir mit Ausbildungsstätten zusammen, da wir Praktikanten aufnehmen und ausbilden, um diese bestmöglich in ihrer Ausbildung unterstützen zu können.
Wir sehen uns als ein Teil eines großen Ganzen und deshalb setzen wir uns als Einrichtung aktiv mit unserem Stadtteil, der Umgebung und der Umwelt auseinander.
5. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern
Eltern sind die ersten und wichtigsten Personen im Leben der Kinder. Beim Eintritt in die Kindertageseinrichtung sind sowohl die Familie als auch das Kinderhaus gemeinsam für das Wohl der Kinder verantwortlich.
Wir als pädagogisches Team sehen uns als eine familienergänzende und familienunter-stützende Institution. Im Vordergrund steht die Herstellung gleichberechtigter Beziehungen, die eine Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kinderhaus – auf der Basis gegenseitigen Vertrauens und gegenseitiger Wertschätzung – ermöglicht. Aus diesem Grund bieten die pädagogischen Kräfte den Eltern ausführliche Informationen über den Tagesablauf, den Alltag im Kinderhaus und den aktuellen Entwicklungsstand der Kinder an. Die täglichen Tür- und Angelgespräche ermöglichen sowohl den Eltern als auch dem pädagogischen Team, individuelle und situationsbedingte Informationen auszutauschen. Dies schafft auf Dauer Sicherheit und Vertrauen im Umgang miteinander. Über das tägliche Geschehen in der Kita steht den Eltern im Bereich des Flurs eine Tafel zur Übersicht bereit. Aus dieser geht hervor, in welchem Raum und mit welchen pädagogischen Kräften die Kinder tagsüber zusammen waren und an welchen pädagogischen Aktivitäten und Angeboten sie teilgenommen haben. Dadurch können Eltern, wenn sie mehr Informationen benötigen, direkt die Pädagogen ansprechen.
Ein verändertes Verhalten des Kindes wird sofort besprochen. Eltern, wie pädagogische Kräfte, gehen offen miteinander um und sehen sachliche Kritik vor allem als Hilfe an, um gemeinsam Fortschritte in der Entwicklung des Kindes zu erreichen. Zusätzlich zu den täglichen Kurzgesprächen bieten wir Entwicklungsgespräche mindestens einmal jährlich und nach Bedarf an. Elterngespräche können jederzeit nach Bedarf erfragt werden. Diese fin-den außerhalb des Tagesgeschehens statt und dauern ca. 30 – 40 Minuten. Hier besteht die Möglichkeit, sich über das Wohlbefinden und den Entwicklungsstand des Kindes zu informieren und ggf. gemeinsame Richtlinien zu finden. Bei Bedarf kann ein Termin auch kurzfristig mit dem Ansprechpartner, der Sprachexpertin oder der Leitung vereinbart wer-den.
Im Weiteren bieten wir Elternabende mit verschiedenen thematischen Inhalten, z. B. am Anfang des Bildungsjahres ein organisatorisch gestalteter Elternabend mit Elternbeiratswahl an, darüber hinaus werden auch Elternabende zu pädagogischen Themen und ein fachlicher Elternabend, der sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Eltern orientiert, angeboten.
Den Eltern steht auch die Möglichkeit zur Verfügung, einen Elternbeirat zu wählen, der die Anliegen, Ansichten, Interessen, Wünsche, Bedürfnisse und Vorstellungen der Elternschaft und ihrer Kinder vertritt. Der Elternbeirat steht der Einrichtung beratend und unterstützend zur Seite. Über aktuelle Themen und Belange werden die Eltern sowohl per Elternbriefe und/oder an der Informationswand im Eingangsbereich als auch, per E-Mail oder über die Elternzeitschrift informiert. Darüber hinaus haben wir eine Facebook-Seite mit aktuellen Ereignissen gestaltet, die den Eltern regelmäßig über interne Aktionen Aufschluss gibt.
Um unsere tägliche Arbeit besser kennenlernen zu können, bieten wir den Eltern über das gesamte Bildungsjahr auch die Möglichkeit zur Hospitation an. Die Termine müssen im Vorfeld mit der Einrichtungsleitung vereinbart werden.
Über aktuelle Themen und Belange werden die Eltern, sowohl per Elternbriefe, an der Informationswand im Eingangsbereich, der Einrichtungszeitung und/ oder auch per E-Mail unterrichtet.
Um Kontakte und Beziehungen sowohl zwischen den Pädagogen und den Eltern als auch zwischen den Eltern selbst zu fördern, bieten wir regelmäßig „Bastelnachmittage“, Feste und Feiern an. Bei Interesse besteht ebenfalls die Möglichkeit ein „Elterncafé“ in Eigenregie mit Benutzung unserer Räume zu initiieren.
Die Eltern haben darüber hinaus auch Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Planung und Durchführung von verschiedenen Projekten, Festen und Feiern.
Für die Eltern der Kinder, die zum September neu kommen, bieten wir auch einen Kennenlern-Nachmittag im Juni/Juli an, in dem sich alle neuen Eltern mit ihren Kindern und unsere Pädagogen vorstellen und untereinander kennenlernen und evtl. noch offene Fragen klären können.
Um die Zufriedenheit der Eltern und damit gleichzeitig die Qualität unserer Arbeit zu überprüfen, findet jährlich eine Elternbefragung statt. Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Elternhaus und unserer Einrichtung ist von besonderer Wichtigkeit, denn das Interesse und die Mitarbeit der Eltern machen es uns leichter, unsere Arbeit zu realisieren und unsere Ziele zu erreichen.
6. Qualitätsentwicklung und -sicherung
In unserer Einrichtung legen wir Wert auf gute Qualität und versuchen diese fortlaufend anzupassen. Für die Qualitätsentwicklung und -sicherung in der Praxis und die Personalführung steht das gesamtpädagogische Leitungsteam der Einrichtungsleitung zur Verfügung, welche für das pädagogische personal und die Einrichtungsleitung direkte Ansprechpartner sind und darüber hinaus selbstständig das Controlling und die pädagogische Qualität in der Einrichtung wahrnehmen. Die Einrichtungsleitung überprüft mit ihrem Team die Qualität in ihrer Einrichtung und ist für die mitverantwortlich.
Ergänzt wird die Qualitätssicherung durch unser Qualitätshandbuch, welches aus den folgenden zentralen Teilen besteht, deren Prozesse wir fortlaufend überprüfen, anpassen und ändern:
- Aufgaben des Personals, der Führung und des Managements
- Organisation der Kindertageseinrichtung
- Information und Dokumentation
- Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
- Dienstleistungsprozesse und pädagogische Kernprozesse
- Sicherung und Verbesserung der Qualität in der Kindertageseinrichtung
Die Qualität wird zusätzlich durch jährliche Eltern- und Mitarbeiterbefragungen überprüft und die Ergebnisse ausgelegt und besprochen.
Für die Eltern gibt es einen organisatorischen Elternabend, bei dem alle offenen Fragen auch an den Träger gestellt und beantwortet werden können.
In der Einrichtung finden wöchentliche Teamsitzungen und alle sechs Wochen das Leitungsteam, bei dem sich alle Einrichtungsleitungen von KTS treffen und an der Qualität der Einrichtung arbeiten.
Unsere Mitarbeiter werden fortlaufend geschult, wir haben zwei Klausurtage, ein bis zwei individuelle Teamfortbildungen, eine Einzelweiterbildung für jeden pädagogischen Mitarbeiter im Jahr und die Leitungsqualifizierung.
Ebenfalls können die Kinder in der Kinderkonferenz zur Qualitätsentwicklung und -sicherung beitragen, indem sie sich zu den Prozessen und dem Tagesablauf äußern können und somit den Alltag mitbestimmen, optimieren und gestalten. Uns ist es wichtig, die Kinder anzuhören und zu beobachten und die Bedingungen an die Bedürfnisse der Gemeinschafft und Kinder anzupassen.
Wir haben kurze Besprechungswege und legen Wert auf einen offenen und wertschätzenden Umgang mit dem gemeinsamen Ziel, einen qualitativ hohen, wertschätzenden und erfahrungsreichen Ort für Kinder und Familien mit unseren Häusern zu schaffen.
Im Weiteren wird unsere Qualität in den Punkten „2.10 Beobachtung und Dokumentation der Lern- und Entwicklungsprozesse“,“ 2.13 Beschwerdemanagement“, „3.2 Teamarbeit“ und im Punkt „5. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern“ beschrieben.
7. Rahmenbedingungen
7.1. Öffnungszeiten
Unserer Einrichtung ist zu folgenden Uhrzeiten (außer an Feiertagen) geöffnet:
Montag bis Freitag: 07:30 bis 16:00 Uhr
Die Schließzeiten werden jährlich in Absprache mit dem Elternbeirat festgelegt und den Eltern am Anfang des Bildungsjahres bekanntgegeben.
7.2. Betreuungsplätze
In unserem Kinderhaus bilden und betreuen wir 48 Kinder im Alter von acht Wochen bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres und 16 Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung.
Um den Übertritt der Kinder in die Einrichtung situativ und angemessen gestalten zu können und die Eingewöhnungszeit in der Einrichtung im September zu entlasten, kann es im Zeitraum von Juni bis August zu einer kurzzeitigen Überbelegung kommen. Diese ist be-grenzt auf maximal 3 Kinder in der Krippe und eines im Kindergarten.
Durch eine mögliche, temporäre Überbelegung haben wir darüber hinaus die Möglichkeit Eingewöhnungsspitzen zu vermeiden, flexibler zu agieren und somit individueller auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes während der Aufnahme in die Einrichtung einzugehen.
Ausschlaggebend für eine mögliche Überbelegung ist die Berücksichtigung einer ganzheitlichen Planung der Eingewöhnungen, sowie ein kontinuierliches Team und die Sicherstellung des vorgeschriebenen Betreuungsschlüssels.
7.3. Tagesablauf
Um besser auf die Bedürfnisse der Kinderkrippen- und Kindergartenkinder eingehen zu können, unterscheidet sich der Tagesablauf.
07:30 – 08:30 Uhr Phase des individuellen Lernens, Ankommen der Kinder
08:30 – 09:00 Uhr gemeinsame Begrüßung aller Kinder und des Personals/
Morgenkreis
09:00 – 09:30 Uhr gemeinsames Frühstück
Kinderkrippenkinder
09:30 – 10:30 Uhr Phase des individuellen Lernens/pädagogische Angebote/
Gartenzeit
10:30 – 11:15 Uhr Toilette/Wickelzeit/Händewaschen
11:15 – 11:30 Uhr Singkreis
11:30 – 12:00 Uhr Mittagessen
12:00 – 14:00 Uhr Mittagsschlaf/Ruhezeit
13:30 – 14:15 Uhr Wickelzeit/‘Toilette/Phase des individuellen Lernens
Kindergartenkinder
09:30 – 11:20 Uhr Phase des individuellen Lernens/pädagogische Angebote/
Gartenzeit
11:20 – 11:40 Uhr Kinderkonferenz
11:50 – 12:00 Uhr Toilette/Händewaschen (nach der Gartenzeit auch vor der Kinderkonferenz)
12:00 – 12:35 Uhr Mittagessen/Toilette/Zähneputzen
12:45 – 13:15 Uhr Ruhezeit/Geschichten und Märchen vorlesen
13:15 – 14:15 Uhr ruhige Phase des individuellen Lernens
gemeinsam
14:15 – 14:30 Uhr Aufräumen und Singkreis
14:30 – 15:00Uhr Brotzeit
15:00 – 16:00 Uhr Phase des individuellen Lernens/Gartenzeit
7.4. Bring- und Abholzeiten
Die Bring- und Abholzeiten werden mit den Eltern persönlich bei dem Aufnahmegespräch festgelegt und müssen sich grundsätzlich im folgenden Rahmen bewegen:
Bringzeiten
Kinderkrippe und Kindergarten
07:30 – 08:30 Uhr
Abholzeiten
Kinderkrippe
vormittags um 12:00 Uhr, dann wieder durchgehend ab 14:00 Uhr bis Schließung der Einrichtung.
Kindergarten
vormittags um 12 Uhr und um 12:30, dann wieder durchgehend ab 14:00 Uhr bis Schließung der Einrichtung.
8. Ernährung
Uns ist es wichtig, den Kindern Wertschätzung und einen nachhaltigen Konsum bei der Ernährung näher zu bringen. Denn für die körperliche und geistige Entwicklung ist eine ausgewogene Ernährung von großer Bedeutung. Essen bedeutet für uns nicht nur bloße Nahrungsaufnahme, sondern es ist ein festes Ritual des Tages und ein Gemeinschaftserlebnis, an dem alle teilnehmen. Dadurch soll bei den Kindern ein Bewusstsein dafür entstehen, dass Nahrung eine wertvolle Ressource ist.
Den Kindern werden alle Mahlzeiten und Snacks – wie Frühstück, Mittagessen und die Brotzeit nach der Ruhepause – von der Kita angeboten. Eltern geben kein Essen von zuhause mit. Das Essen wird in der Zentralküche von unserem Küchenpersonal zubereitet, gebacken, gekocht und vor Ort von unseren Hauswirtschaftskräften angerichtet, auf den Rollwagen gelegt und anschließend mit den Kindern geholt. Die Kinder decken vor dem Mittagessen selbst den Tisch und nach dem Tischspruch entscheiden sie selbstständig, was und wie viel sie essen wollen. Bei der Vorbereitung aller Mahlzeiten achten wir auf gesunde und abwechslungsreiche Produkte, wie Vollkornprodukte, Obst, Gemüse und Müsli. Lebensmittel, die viel Zucker und Fett enthalten, werden vermieden. Ausnahmefälle sind Feste und Geburtstage, an denen die Kinder natürlich auch Kuchen, Wiener Würstchen und Brezen essen dürfen. Alle Speisen werden frisch und selbst hergestellt. Auch unsere Mehlspeisen wie Brote und süße Gebäcke backen wir selbst.
Wir haben einen achtwöchigen Speiseplan, der sich wiederholt, um den Kindern immer wieder dieselben Speisen anzubieten. So können sie sich an den Geschmack und das Aussehen gewöhnen und/oder neu entdecken. Der achtwöchige Speiseplan wechselt im Winter und Sommer und ist saisonal angepasst. Uns ist es wichtig, den Kindern eine Vielzahl an Speisen und Lebensmitteln anzubieten. Auch hier hilft die Wiederholung, einen neuen Geschmack kennenzulernen und für gut (oder schlecht) zu erachten.
Säuglingen und jüngeren Kindern, die noch keine feste Nahrung zu sich nehmen können, werden die Mahlzeiten individuell nach ihren Bedürfnissen zubereitet. Einzelheiten zur Zubereitung der Speisen und Verwendung von Zutaten entnehmen Sie bitte unserem separaten „Ernährungskonzept“.
Während des ganzen Tages achten wir darauf, dass die Kinder genügend trinken. Angeboten werden zuckerfreie Getränke wie Tee und Wasser, welche den Kindern bei den jeweiligen Mahlzeiten zur Verfügung stehen. Zwischendurch trinken die Kinder Wasser aus ihren Trinkflaschen, die sie im Raum, in dem sie spielen, im Garten oder bei Ausflügen stets bei sich haben.
Eltern erhalten über unseren Koch die Rezepte für die Kita-Gerichte und können so das Lieblingsessen der Kinder zuhause nachkochen. Einmal im Monat wird das Rezept des Montas vorgestellt. Dieses hängt und liegt in der Kita aus und wird zusätzlich auch auf unseren Social Media – Kanälen veröffentlicht.
Im Zuge unseres Projekts „andere Länder, andere Sitten“, in dem wir verschiedene Kulturen behandeln, laden wir Eltern verschiedenster Nationalitäten ein, ein landestypisches Essen zuzubereiten und zu kochen.
Wir wollen den Kindern eine gesunde und ausgewogene Ernährung nahebringen sowie ihren Geschmack für gesunde Lebensmittel schulen und ausbilden. Über die Kinder möchten wir auch deren Eltern erreichen und somit auch im häuslichen Umfeld ein Bewusstsein für eine gesunde Ernährung wecken.
9. Hygiene
Der Körper eines jeden Kindes ist ein sensibles Thema und bedarf sehr viel Feingefühl und besonderer Aufmerksamkeit durch die Pädagogen. Kinder sollen von Anfang an lernen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, denn dadurch werden ihr Selbstbewusstsein und ein positives Körpergefühl gefestigt. Sie werden behutsam angeleitet, ihre Körpersignale wahrzunehmen, zu deuten und entsprechend zu handeln. Ziel ist es, dass die Kinder ein Gespür dafür entwickeln, was ihnen guttut und was zu ihrem Wohlbefinden dient. Allen Kindern wird auf natürliche Art und Weise die Bedeutung und die Notwendigkeit von Körperpflege und Hygiene vermittelt. Die Kinder werden während des Tages nach Bedarf gewickelt oder gehen selbständig auf die Toilette. Sie werden auf spielerische Art und Weise an das Thema Körperpflege herangeführt, wie z. B. sich vor und nach dem Essen, sowie nach der Verwendung der Toilette die Hände zu waschen und sich bewusst ihre Zähne zu putzen.
10. Impressum
Kita Luna Feldmoching
Feldmochinger Straße 367
80995 München
In Trägerschaft der
KTS Verwaltungs GmbH
Haidelweg 46
81241 München
Vertreten durch:
Die Geschäftsführer Dr. Kurt Berlin und Johannes Nagel
Ansprechpartner:
Sarah-Linda Manes (Regionalleitung)
E-Mail: s.manes@kita-luna.de
Urheberrecht
Die durch den Herausgeber erstellten Inhalte der Einrichtungskonzeption unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Herausgebers. Soweit Inhalte des Ernährungskonzeptes nicht vom Herausgeber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet.
München, 2025